(Foto: © biha)

Bundesinnung der Hörakustiker ist neuer Partner der WHO

Betriebsführung

Deutschland ist internationales Vorbild in der Hörsystemversorgung und der Ausbildung zum Hörakustiker. Die Bundesinnung der Hörakustiker biha ist neuer Partner der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Die Bundesinnung der Hörakustiker (biha) mit Sitz in Mainz ist seit August 2022 Partner der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Dort wird sie nach eigenen Angaben in der Arbeitsgruppe des "World Hearing Forum" mitwirken und ihre Erfahrung aus der Hörsystemversorgung und der Ausbildung von Hörakustikern in Deutschland einbringen.

Die biha vertritt die Interessen der Hörakustiker in Deutschland und betreibt die zentrale Ausbildungsstätte des Hörakustiker-Handwerks, die Akademie für Hörakustik in Lübeck. Als Partner der WHO will die biha unter anderem daran mitarbeiten, die Qualitätsstandards in der Hörsystemversorgung unterschiedlicher Länder zu vereinheitlichen und zu verbessern, heißt es.

Situation von Schwerhörigen weltweit verbessern

Hörakustiker und Audiologen weltweit sollen durch Wissenstransfer und Erfahrungsaustausch vom hohen Niveau der dualen Ausbildung und Fortbildung im Hörakustiker-Handwerk in Deutschland profitieren können.

Ziel ist es, auf die umfangreichen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Nachteile durch unversorgte Schwerhörigkeit aufmerksam zu machen und gemeinsam Lösungen zu erarbeiten, die von Schwerhörigkeit Betroffenen in der ganzen Welt zugutekommen.

Für Interessierte:Tipps zum Hören und zur Hörsystemversorgung und Adressen von Hörakustikern finden sich auf dem Portal richtig-gut-hören.de

"Deutschland ist in der Hörsystemversorgung vorbildlich, auch wenn es natürlich immer Optimierungspotential gibt. Der internationale partnerschaftliche Wissensaustausch trägt dazu bei, voneinander zu lernen und die Situation von Schwerhörigen weltweit zu verbessern", sagt Marianne Frickel, Präsidentin der Bundesinnung der Hörakustiker.

Hintergrund In Deutschland gibt es etwa 5,4 Millionen Menschen mit einer indizierten Schwerhörigkeit. Schwerhörigkeit zählt zu den zehn häufigsten gesundheitlichen Problemen. Mit über 7.200 Hörakustiker-Betrieben und etwa 15.000 Hörakustikerinnen und Hörakustikern versorgt das Hörakustiker-Handwerk zirka 3,7 Millionen Menschen in Deutschland mit Hörsystemen. Die Versorgungsqualität im Bereich von Hörsystemen ist in Deutschland sehr gut, das bestätigt die größte jemals von gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) durchgeführte Versichertenbefragung zur Hörsystemversorgung in Deutschland. Rund 90 Prozent der Versicherten waren "sehr zufrieden" oder "zufrieden" mit der individuellen Versorgungssituation.  Quelle: biha

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Text: / handwerksblatt.de

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