Die saarländische Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger verspricht: "Wir lassen die saarländischen Unternehmen nicht allein."

Die saarländische Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger verspricht: "Wir lassen die saarländischen Unternehmen nicht allein." (Foto: © Birgit Schmidt/123RF.com)

Corona: Saarland will wirtschaftliche Schäden eindämmen

"Corona ist da, auch in der Wirtschaft", so die saarländische Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD). Sie hat Maßnahmen vorgestellt, mit denen der wirtschaftliche Schaden durch die Corona-Pandemie eingedämmt werden soll.

"Diese Pandemie hat die Wirtschaft bereits infiziert und sie wird nicht an der Wirtschaft vorbei gehen, ohne Schaden zu hinterlassen." Die Lage sei sehr ernst, so die Ministerin. "Der Mensch steht im Mittelpunkt, die Gesundheit geht vor." Deshalb habe die Landesregierung Sofortmaßnahmen beschlossen, um die Ausbreitung des Corona-Virus so weit wie möglich einzudämmen. 

Zum Notrufportal für die saarländische WirtschaftZudem hat Rehlinger einen 10-Punkte-Plan für die saarländische Wirtschaft vorgestellt. Dazu zählen nach Informationen des saarländischen Wirtschaftsministeriums Informations- und Beratungsangebote für Unternehmen ebenso wie schnell verfügbare Liquiditätshilfen und Bürgschaften für Unternehmen mit kurzfristigen corona-bedingten Schwierigkeiten.

Unter anderem will die Landesregierung ein Kreditprogramm in Höhe von zehn Millionen Euro auflegen. Damit könnten etwa Ausfälle durch unterbrochene Lieferketten überbrückt werden. Darüber hinaus soll das Sonn- und Feiertagsfahrverbot bis auf Weiteres ausgesetzt werden. Außerdem will sich das Saarland beim Bund für zinsfreie Steuer- und Abgabenstundungen einsetzen, die Bundesregierung darum bitten, die Beihilferegeln für Unternehmen zeitweise auszusetzen und die De-minimis-Schwelle von 200.000 auf 500.000 Euro anzuheben.  

Anke Rehlinger: Wir lassen die saarländischen Unternehmen nicht allein. Foto: © Fionn GrossAnke Rehlinger: Wir lassen die saarländischen Unternehmen nicht allein. Foto: © Fionn Gross

Vor allem der Informationsbedarf sei bei vielen Unternehmen "riesig", sagte die Wirtschaftsministerin. Man werde daher mit eigenen Angeboten reagieren und die bestehenden Instrumente wie Kurzarbeit stärker erläutern. "Und wir wollen ein Signal in einen verunsicherten Markt geben: Wir werden alle Maßnahmen möglich machen, um Arbeitsplatzverluste und langfristige Schäden der Wirtschaft zu vermeiden. Wir lassen die saarländischen Unternehmen nicht allein." Der Maßnahmenkatalog sei auch das Ergebnis intensiver Gesprächen mit Wirtschaftsverbänden und saarländischen Unternehmen.

Quelle: Saarländisches Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr

Text: / handwerksblatt.de

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