Die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft wollen die Teststrategie von Bund und Ländern unterstützen.

Die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft wollen die Teststrategie von Bund und Ländern unterstützen. (Foto: © Patrick Daxenbichler/123RF.com)

Corona: Wirtschaft will Mitarbeitern Testangebote machen

Führende Wirtschaftsverbände, darunter der ZDH, appellieren an die Unternehmen, ihren Beschäftigten auf freiwilliger Basis Selbsttests, und wo dies möglich ist, Corona-Schnelltests anzubieten.

Die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft BDA, BDI, DIHK und ZDH haben angekündigt, das Testangebot, das viele Unternehmerinnen und Unternehmer ihren Beschäftigen bereits zur Verfügung stellen, in den nächsten Wochen nach und nach auszuweiten.

Die Corona-Pandemie sei "die größte Bewährungsprobe seit dem Bestehen der Bundesrepublik Deutschland", schreiben die Verbände in einer gemeinsamen Erklärung. Mit den Tests sollen Infektionen und vor allem größere Ausbrüche früh erkannt werden. Das Testangebot der Unternehmen soll aber freiwillig bleiben.

Teststrategie von Bund und Ländern unterstützen

Bis allen Bürgern ein Impfangebot gemacht werden kann, wolle man die Teststrategie von Bund und Ländern "mit aller Kraft unterstützen". Vermehrte Tests seien neben bestehenden Pandemieplänen und Hygienekonzepten eine wirksame Brücke, die mindestens bis Juni notwendig sein werde. 

Zahlreiche Unternehmen würden jetzt schon im Rahmen ihrer Möglichkeiten Mitarbeiter testen. "Wir sehen, dass dieses Engagement in den vergangenen Wochen kontinuierlich ausgeweitet wurde."

Zugleich liege seitens der Wirtschaft ein umfassendes Angebot zur Einbindung der Betriebsärzte in die Impfstrategie vor. Für das Impfen der Belegschaft würden bereits Vorbereitungen in vielen Unternehmen laufen, heißt es da.

Informationskampagne BDA, BDI, DIHK und ZDH appellieren an die Unternehmen, ihren Beschäftigten Selbsttests, und wo dies möglich ist, Schnelltests anzubieten, um Infektionen frühzeitig zu erkennen. Die Verbände wollen die Firmen jetzt im Rahmen einer Informationskampagne über Möglichkeiten der Testung beraten.  

Testungen bieten Chance für Lockerungen

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier begrüßt die Erklärung der Wirtschaft zur Ausweitung der Testangebote für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: "Dies ist eine sehr gute und zentrale Basis, um so vielen Beschäftigten wie möglich ein Angebot zum Testen zu unterbreiten. Je mehr und umfassender wir testen, desto mehr Klarheit für weitere Öffnungsschritte der Wirtschaft können wir gewinnen."

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil sagte: "Breite Testungen bieten eine Chance, Lockerungen für die Bürgerinnen und Bürger und die Wirtschaft zu ermöglichen. Hierfür tragen jetzt Staat, Wirtschaft und Gesellschaft gemeinsam die Verantwortung." Auch er begrüßte den Appell der Wirtschaftsverbände. "So können wir Schritt für Schritt wieder mehr Normalität erlangen."

Der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann begrüßt die "Bereitschaft der Arbeitgeber, die Bekämpfung der Pandemie durch eine Ausweitung des Testangebots zu unterstützen". Es dürfe aber nicht bei Appellen bleiben: "Arbeitnehmer brauchen Sicherheit", so Hoffmann weiter. Das gehe nur, wenn die Arbeitgeber den Gesundheitsschutz der Beschäftigten ernst nehmen würden. Beschäftigten, die in Präsenz arbeiten, müssten kostenlose Tests angeboten werden. Die Kosten dafür müssten vom Arbeitgeber getragen werden, so der DGB-Vorsitzende. 

Text: / handwerksblatt.de

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