Bei einem Großteil der Fälschungen handelt es sich um leicht erkennbare Fälschungen. Es lohnt sich also immer, einen Blick aufs Bargeld zu werfen.

Bei einem Großteil der Fälschungen handelt es sich um leicht erkennbare Fälschungen. Es lohnt sich also immer, einen Blick aufs Bargeld zu werfen. (Foto: © Axel Bueckert/123RF.com)

Deutlich weniger Falschgeld im Umlauf

Betriebsführung

2021 gab es in Deutschland einen deutlichen Rückgang an Falschgeld, das meldet die Bundesbank. Auch das könnte eine Corona-Folge sein, denn es gab weniger Möglichkeiten, Blüten in den Verkehr zu bringen. Weit verbreitet sei jedoch "Movie Money". Worauf bargeldintensive Handwerksbetriebe achten sollten.

Jahrmärkte und Festivals abgesagt, Weihnachtsmärkte geschlossen: In Deutschland gab es 2021 Corona-bedingt wenig Veranstaltungen, auf denen klassischerweise überwiegend mit Bargeld bezahlt wird.

Mit der Folge, dass die Deutsche Bundesbank vergleichsweise wenig Falschgeld registriert hat, denn den Herstellern und Verbreitern der Blüten fehlten die Absatzmöglichkeiten: Rund 42.000 falsche Euro-Banknoten im Nennwert von 1,9 Millionen Euro wurden im Zahlungsverkehr sichergestellt. Das waren 28,6 Prozent weniger als 2020. Der Nennwert der sichergestellten Banknoten ging um 34,5 Prozent zurück. 

Falschgeld erkennen Die Bundesbank bietet für den Handel Bargeldschulungen an, damit die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Falschgeld schnell erkennen können. Wegen der Corona-Situation sind das kostenfreie Online-Module. 

"Bei einem Großteil der Fälschungen handelte es sich wie im Vorjahr um das sogenannte Prop copy oder MovieMoney, also um leicht erkennbare Fälschungen", so Johannes Beermann, das für Bargeld zuständige Mitglied im Bundesbank-Vorstand. 

Die mit dem Aufdruck "Prop copy" oder "MovieMoney" versehenen Banknoten weisen keinerlei Sicherheitsmerkmale auf, nicht einmal Wasserzeichen oder Sicherheitsfaden. "Es lohnt sich immer, einen Kontrollblick auf Banknoten zu werfen, die man in die Hand bekommt", rät Beermann.

Am häufigsten gefälscht werden 20-Euro und 50-Euro Scheine mit jeweils knapp 40 Prozent. 

Falsches Film- und Theatergeld

Falschgeld wird nicht ersetzt. Deshalb sollte jeder die Banknoten, die er bekommt, nach dem Prinzip "Fühlen-Sehen-Kippen" selbst prüfen, rät die Bundesbank. Eine verdächtige Banknote könne man mit einer zweifelsfrei echten Banknote vergleichen und sollte immer mehrere Sicherheitsmerkmale zu betrachten. Wer sich sicher ist, dass er Falschgeld (Banknoten oder Münzen) erhalten hat, sollte sofort die Polizei informieren. Verdächtiges Geld sollte man der Bundesbank übergeben. 

MovieMoney und Prop copy seien bereits an der Beschriftung zu erkennen. "Movie Money" steht auf der Vorderseite oder "Prop copy" auf der Rückseite. Die Scheine werden als Requisite für Film und Theater auf Internetplattformen angeboten. 

Gefälschte Münzen

Auch Münzen werden gefälscht, zu 93 Prozent sind das 2-Euro-Münzen. 2021 wurden rund 41.100 falsche Münzen im deutschen Zahlungsverkehr festgestellt. 2020 wurden rund 44.800 falschen Münzen entdeckt. Das bedeutet rein rechnerisch fünf falsche Münzen auf 10.000 Einwohner.

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Text: / handwerksblatt.de

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