Mit Zinsen ab 0,01 Prozent sind die Konditionen für ein Digitalisierungs- oder Innovationsvorhaben so günstig wie nie zuvor, sagt Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier.

Mit Zinsen ab 0,01 Prozent sind die Konditionen für ein Digitalisierungs- oder Innovationsvorhaben so günstig wie nie zuvor, sagt Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier. (Foto: © kantver/123RF.com)

ERP-Kredit: Nullzinsen für Digitalisierung und Innovationen

Unternehmen und Gründer können ihr Digitalisierungs- oder Innovationsvorhaben über einen ERP-Kredit jetzt zu Zinsen ab 0,01 Prozent finanzieren. Das melden das Bundeswirtschaftsministerium und die KfW.

Die Zinskonditionen für den ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit der KfW sind seit Juli 2021 noch einmal attraktiver. Bei langen Laufzeiten können die Kreditkosten bei 0,01 Prozent liegen. Bislang beginnt der Zinssatz für den Förderkredit bei 1,00 Prozent effektivem Jahreszins. Zudem können die Hausbanken von bis zu 70 Prozent des Kreditrisikos entlastet werden.

Das Bundeswirtschaftsministerium und die KfW haben die verbesserten Förderkonditionen bekannt gegeben. Digitalisierung und Innovationen seien der Motor des strukturellen Wandels, so Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier: "Digitalisierung und Innovationen sind der Motor des strukturellen Wandels. Indem wir unsere Unternehmen in diesen Bereichen unterstützen, schaffen wir die Grundlage für das Wachstum und die Arbeitsplätze von morgen. Mit verbesserten Zinskonditionen wird es für Digitalisierungs- und Innovationsvorhaben nochmal attraktiver. Das gibt dem Aufschwung nach Corona nochmals Schwung!"

Für Gründer, Freiberufler und mittelständische Unternehmen

Der ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit steht mittelständischen Unternehmen, Freiberuflern und jungen Unternehmen in Gründung zur Verfügung, um den Finanzierungsbedarf im Zusammenhang mit einem Digitalisierungs- oder Innovationsvorhaben zu decken. Innovative Unternehmen können zudem ihren generellen Investitions- und Betriebsmittelbedarf decken.

Mit bis zu 25 Millionen Euro Kreditbetrag pro Innovations- und Digitalisierungsvorhaben und einem Zinssatz ab 0,01 Prozent im Jahr sollen sich Investitionen sowie Betriebsmittel kostengünstig finanzieren lassen.

Während der tilgungsfreien Anlaufzeit von bis zu zwei Jahren werde die Liquiditätsbelastung der Unternehmen nochmals verringert, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung des BMWi und der KfW. Der ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit ist Bestandteil der ERP-Förderung, die zum großen Teil über die KfW in Form von Krediten zur Verfügung gestellt wird.

Neue Struktur der ERP-Förderkredite ab 2022

Ab Januar 2022 soll die Struktur der ERP-Förderprogramme vereinfacht werden. Diese werden größtenteils über die KfW in Form von Krediten zur Verfügung gestellt. Unter anderem sollen ab 2022 alle kleinen und mittleren Unternehmen nach der Definition der Europäischen Kommission von den günstigen Finanzierungskonditionen der ERP-Förderkreditprogramme profitieren.

Hintergrund: Das ERP-Sondervermögen stammt aus Mitteln des Marshallplans und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie verwaltet. Im Fokus der Förderung stehen kleine und mittlere Unternehmen, die in ihrer Finanzierungssituation oftmals gegenüber Großunternehmen strukturell benachteiligt sind.  

Text: / handwerksblatt.de

Das könnte Sie auch interessieren: