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Mobil zahlen im Handwerk: Commerzbank führt innovative App ein

Betriebsführung

Das Joint-Venture der Commerzbank und Commerz Globalpay wirbt im Handwerk mit App und Kartenlesegerät um neue Kundschaft.

Nur noch jeder vierte Deutsche bezahlt mit Bargeld, die Debitkarte hat Scheine und Münzen als beliebtestes Zahlungsmittel abgelöst. 38 Prozent zücken beim Bezahlvorgang die Karte, 27 Prozent das Bargeld, und mittlerweile 23 Prozent nehmen einfach ihr Handy. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Forsa-Onlineumfrage unter 1.800 Menschen im September 2025 im Auftrag von Visa. Nur noch 50 Euro haben die Deutschen im Schnitt im Portemonnaie, falls sie mal doch nicht digital bezahlen können.

Neue mobile Zahlungslösungen für das Handwerk

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Dementsprechend buhlen die unterschiedlichsten Anbieter von mobilen Zahlungsmöglichkeiten um die Gunst der Verkäufer. Egal, ob E-Wallets wie Apple Pay, Google Pay oder Paypal, Kredit- oder Debitkarten, sie alle setzen auf kontaktlose Zahlungen, indem das jeweilige System die per Plastikkarte oder Handy bereitgestellten Daten für eine Zahlung nutzt.

Das Joint-Venture der Commerzbank und Globalpay geht seit 2024 als weiterer Anbieter auf das Handwerk zu. "Mit unseren Lösungen wollen wir es Handwerkern besonders einfach machen", sagt Frederik Koch, Head of Partnerships bei der Commerz Globalpay. "Mit unserer Applikation GP tom verwandeln wir ein Smartphone in ein Zahlungsterminal, unser Nexgo N86 ist ein robustes Kartenlesegerät, das sogar auf einer Baustelle einsetzbar ist."

Fokus liegt vorerst auf Ladengeschäften

Bislang ist die Commerz Globalpay vor allem im Lebensmittelhandwerk unterwegs, das auf bargeldloses Zahlen setzt. "Beliebt sind unsere Lösungen vor allem in den Cafés und an Verkaufstheken des Bäckerhandwerks", erklärt Koch. "Hier setzen unsere Kunden gerne auf das Kartenlesegerät." Langfristig sollen sich die Systeme auch in anderen Gewerken durchsetzen, von Augenoptikern bis hin zu Zweiradmechanikern oder kurz gesagt: alle Gewerke, die eine mobile Bezahlmöglichkeit suchen.

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"Unser Zahlungssystem eignet sich für alle Produkte und Dienstleistungen, die sich pauschal abrechnen lassen", wirbt Koch im Interview. Ein Ausbau sei jederzeit möglich und ein wichtiger Schritt in der Umstellung auf digitale Prozesse. Vor allem hat diese Transaktion sowohl für den Kunden als auch den Handwerker den Vorteil, dass auch Dienstleistungen sofort abgerechnet werden können. Der Kunde muss nicht erst auf die Rechnung warten, und der Handwerker verbessert seine Liquidität.

Die Kosten sind überschaubar

"Mit unserem Angebot der Initiative "Deutschland zahlt digital" ermöglichen wir einen kostenfreien Einstieg in digitale Zahlungen – ohne Einrichtungsgebühren, Terminalmiete und Transaktionskosten, solange der Umsatz unter 50.000 Euro bleibt", erklärt Koch. Ansonsten berechnet Commerz Globalpay den Einsatz der App GP tom mit einer Transaktionsgebühr von acht Cent sowie einer Debit- und Kreditkartengebühr mit 1,29 Prozent.

Beim Kartenlesegerät Nexgo N86 kommt eine monatliche Gebühr von 9,90 Euro hinzu, die Gebühren belaufen sich bei Transaktionen ebenfalls auf acht Cent, bei Debitkarten liegt die Gebühr bei 0,79 Prozent, bei Kreditkarten bei 0,99 Prozent. Koch: "Spannend ist das Angebot gerade jetzt, weil Politik, Kunden und Wettbewerb den Druck in Richtung digitaler, bargeldloser Zahlungen massiv erhöhen – und wir mit GP tom und Nexgo ein extrem niedrigschwelliges, sofort startbares Paket auf dem Tisch haben.

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Text: / handwerksblatt.de

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