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HWK Trier | Mai 2025
Beratung: Beruflich weiterkommen im Handwerk
Persönliche Beratung beim "Zukunftstreffer" :Die nächste Sprechstunde ist am Dienstag, 13. Mai, von 16. bis 17.30 Uhr.
Der BBVKD fordert, dass den KosmetikerInnen die Schulungsgebühren zum Erwerb der NiSV-Fachkunde vom Staat erstattet werden. (Foto: © Olena Yakobchuk/123RF.com)
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Januar 2023
Manche Geräte dürfen Beauty-Experten ab dem 1. Januar nur noch mit einem Fachkundenachweis nutzen. Ein Berufsverband hat ausgerechnet, dass die Kosten dafür weit höher liegen als von der Regierung angenommen. Die Betriebe sehen sich in ihrer Existenz gefährdet.
675 Millionen Euro mehr als von der Bundesregierung errechnet, muss die Kosmetikbranche für die Schulungen zum Erwerb der Fachkunde nach der Strahlenschutzverordnung (NiSV) ausgeben. Der unabhängige Bundesberufsverband der KosmetikerInnen in Deutschland e.V. (BBVKD) hat sich die Schätzung des Bundesumweltministerium (BMUV) über die Kosten angeschaut und kommt zu diesem eklatant anderen Ergebnis. Das Ministerium hatte bei der Einführung der Regelung erklärt, dass sich die Kosten im Rahmen halten und den KosmetikerInnen zugemutet werden könnten.
Der Verband hat jetzt eigene Berechnungen vorgelegt und stellt fest: Zwischen den Schätzungen des BMUV und dem BBVKD liegen Welten, genau genommen eben diese 675 Millionen Euro Differenz, und damit siebenmal mehr als vom Ministerium angenommen. Laut Verband betrug der Gesamtumsatz der Branche 1,9 Mrd. Euro im Jahr 2020. Die wahren Kosten der NiSV für den Erwerb der Fachkunde lägen somit bei 42 Prozent des Gesamtumsatzes der Branche. Ein zentraler Punkt der Kosten sei neben den eigentlichen Preis der Schulungen vor allem der Verdienstausfall während der Fortbildungsmaßnahme, der vom Ministerium nicht berücksichtigt werde. Hinzu kämen Kosten für die Anfahrt und Übernachtungen.
"Das kann die Branche nicht stemmen", sagt Nicolai Haase, Geschäftsführer des BBVKD. "Diese enorme Kostenbelastung ist weder wirtschaftlich noch politisch noch gesellschaftlich hinzunehmen. So geht eine ganze Branche mit 200.000 Beschäftigten zugrunde", mahnt er. Hier hätte die Politik schwere Fehler gemacht, die umgehend korrigiert werden müssten. Der BBVKD fordert deshalb, dass den KosmetikerInnen zumindest die Schulungsgebühren zum Erwerb der NiSV-Fachkunde vom Staat erstattet werden. Das würde 135 Millionen Euro kosten, rechnet der Verband vor, die aber zigtausend Arbeitsplätze retten würden.
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