(Foto: © Bundesinnung Gerüstbau)

Energieeffizient Bauen und Sanieren: Fördertöpfe aufgestockt

Betriebsführung

Gute Nachrichten für Hausbesitzer, Bauherren und ausführende Handwerker: Für die Gebäudeförderprogramme des Bundeswirtschaftsministeriums gibt es zusätzlich 2,2 Milliarden Euro. Investitionen sind sprunghaft angestiegen.

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat zusätzliche Mittel für die Gebäudeförderprogramme des Bundeswirtschaftsministeriums bewilligt. Das CO2-Gebäudesanierungsprogramm und das Marktanreizprogramm für Erneuerbare Energien erhalten insgesamt rund 2,2 Milliarden Euro zusätzlich.

Die Finanzierung der Programme sei für 2020 damit endgültig sichergestellt, meldet das Bundeswirtschaftsministerium. 2021 will man beiden Programme zusammenführen unter dem Namen "Bundesförderung für effiziente Gebäude", kurz BEG.

Zur Umsetzung des Klimaschutzprogramms 2030 hatte die Bundesregierung die Programme Anfang 2020 überarbeitet. Unter anderem gibt es seither höhere Fördersätze in den zum CO2-Gebäudesanierungsprogramm gehörenden Programmlinien "Energieeffizient Bauen und Sanieren" der KfW-Bankengruppe.

Außerdem habe man die Öl-Austauschprämie im Programm "Heizen mit Erneuerbaren Energien" des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) eingeführt, so das Ministerium.

Sprunghafter Anstieg bei Investitionen in Energieeffizienz

Die besseren Förderkonditionen hätten in den vergangenen Monaten ihr Ziel erreicht und im Gebäudesektor einen sprunghaften Anstieg von Investitionen in Energieeffizienz und die Nutzung Erneuerbarer Energien ausgelöst.

Diese Investitionswelle im Gebäudebereich habe auch zu einem Anstieg der Förderzahlen in den Programmen geführt. Im Programm "Heizen mit Erneuerbaren Energien" rechnet das BAFA für 2020 mit einer Verdreifachung der Anträge von etwa 76.000 im Vorjahr auf voraussichtlich bis zu 240.000 in diesem Jahr.

In den Programmen "Energieeffizient Bauen und Sanieren" habe sich die Zahl der bis August dieses Jahres sanierten Wohnungen und Häuser gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund 40 Prozent gesteigert.

Im ersten Halbjahr 2020 wurden allein in den Programmen "Energieeffizient Bauen und Sanieren" der KfW Kredite und Zuschüsse in Höhe von insgesamt 14,5  Milliarden Euro zugesagt.Nach KfW-Berechnungen seien damit Investitionen im Umfang von bis zu 38,5 Milliarden Euro ausgelöst worden.

"In der noch andauernden COVID-19-Pandemie leistet die Gebäudeförderung der Bundesregierung einen wichtigen Beitrag nicht nur zum Klimaschutz, sondern sichert zugleich zahlreiche Arbeitsplätze in Mittelstand, Bauindustrie und Handwerk", betont das Ministerium.

Text: / handwerksblatt.de

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