Mit einer spezialisierten Marke will der Auftragsvermittler blauarbeit.de den barrierefreien Umbau von Bädern angehen und pflegebedürftigen Menschen damit einen Teil ihrer Freiheit wiedergeben.

Mit einer spezialisierten Marke will der Auftragsvermittler blauarbeit.de den barrierefreien Umbau von Bädern angehen und pflegebedürftigen Menschen damit einen Teil ihrer Freiheit wiedergeben. (Foto: © Guillermo Avello/123RF.com)

Neues Marktsegment und neue Angebote bei blauarbeit.de

Betriebsführung

Rund um den Relaunch der Internetseite wird es bei blauarbeit.de einige Änderungen geben. Unter anderem wird unter einer spezialisierten Marke der barrierenfreie Umbau von Bädern forciert.

Eines wird Alexander Oberst definitiv ändern: den eigenen, äußerst missverständlichen Eintrag bei Google. "Nein, wir bieten keine Auktionen an, bei denen die Aufträge von Handwerkern versteigert werden", stellt der Geschäftsführer der Portal United GmbH klar, die hinter dem Online-Marktplatz "blauarbeit.de" steht. "Wir bringen lediglich Angebot und Nachfrage bestmöglich zusammen. Den Preis und alles weitere machen die Kunden und Handwerker untereinander aus."

Blauarbeit gibt es seit mehr als 15 Jahren. Früh im zweiten Quartal 2021 wird sich der digitale Vermittler von Handwerksleistungen mit einem Relaunch online neu präsentieren. "Unsere Seite ist in die Jahre gekommen. Wir werden sie vor allem benutzerfreundlicher gestalten", kündigt Alexander Oberst an. Auf der Plattform wird es für jeden Auftraggeber und Auftragnehmer eine individuelle, intuitiv bedienbare Startseite geben. Den Betrieben soll damit geholfen werden, den Angebotsprozess effizienter zu organisieren und die Kommunikation mit den Kunden zu vereinfachen.

Internetauftritt für 9,90 Euro

Das Dashboard wird sich auch für eine weitere Neuerung nutzen lassen – ein über Blauarbeit erstellter Internetauftritt. "Über 80 Prozent unserer Dienstleister haben keine Webseite. Von den Auftraggebern hören wir aber, dass sie Unternehmen mit einer eigenen Online-Präsenz mehr vertrauen." Handwerker, die bislang kostenlos auf der Plattform registriert sind, erhalten für monatlich 9,90 Euro eine individuell gestaltete Webseite mit einer selbst wählbaren Domain und ein E-Mail-Postfach. Für die Abonnenten des Premium-Pakets ist die digitale Visitenkarte im Preis inbegriffen.

Alexander Oberst, Geschäftsführer der Portal United GmbH Foto: © blauarbeit.deAlexander Oberst, Geschäftsführer der Portal United GmbH Foto: © blauarbeit.de

Um die Internetseite zu bestücken, werden Texte und Bilder aus dem Profil bei Blauarbeit übernommen. Die technische Umsetzung übernimmt Advantago, ein ebenfalls zur Müller Medien GmbH & Co. KG gehörender IT-Dienstleister. Die Nutzer haben aber auch die Möglichkeit, ihre Homepage selbst zu pflegen und über das Dashboard weitere Inhalte hochzuladen.

Starter-Paket fällt weg

Handwerker können Blauarbeit uneingeschränkt nutzen, wenn sie sich für das Premium-Paket entscheiden. Die Höhe des Grundbeitrags richtet sich danach, wie lange sie sich vertraglich binden möchten. Die Mindestlaufzeit beträgt ein halbes Jahr. Dafür fallen 64,90 Euro pro Monat an. Eine Jahresmitgliedschaft kostet 59,90 Euro im Monat. Zehn Euro weniger – also 49,90 Euro – bezahlen Betriebe monatlich, die einen Vertrag über zwei Jahre abschließen.

Das vergleichbar gestaffelte Starter-Paket ist günstiger, aber restriktiver gestaltet. "Die Betriebe können monatlich nur 20 Angebote abgeben und begrenzt Fotos hochladen", verdeutlicht Alexander Oberst. Da das Starter-Paket zuletzt kaum noch nachgefragt worden sei, werde es noch vor dem Relaunch der Internetseite aus dem Programm genommen.

Spezialisierte Marke für B2C

Im Herbst 2020 hat die Portal United GmbH den Blauarbeit-Konkurrenten Homebell übernommen. "Wir haben überlegt, was wir mit der eingekauften Technologie anstellen können und sind zu dem Ergebnis gekommen, eine spezialisierte Marke im Business-to-Consumer-Bereich (B2C) zu schaffen." Der Fokus soll auf dem barrierefreien Umbau von Bädern aus einer Hand liegen. Neben der Vermittlung von Fachbetrieben ist auch die Beratung zu Fördermitteln vorgesehen. "Wir wollen den pflegebedürftigen Menschen einen Teil ihrer Freiheit wiedergeben", begründet Alexander Oberst den Einstieg ins neue Marktsegment.

Doch das sollen nicht die letzten Änderungen sein. "Wir wollen unseren Dienstleistern nach und nach weitere Tools an die Hand geben, die ihnen die Arbeit erleichtern", hat sich der Geschäftsführer der Portal United GmbH vorgenommen.

Text: / handwerksblatt.de

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