Wer eine unerwartete Zahlungs- oder Sicherheitsmeldung erhält, sollte nicht über den darin enthaltenen Link reagieren.

Wer eine unerwartete Zahlungs- oder Sicherheitsmeldung erhält, sollte nicht über den darin enthaltenen Link reagieren. (Foto: © peshkov/123RF.com)

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So schützen Sie sich vor Betrug bei Online-Bezahldiensten

Kriminelle nutzen digitale Bezahldienste für Phishing, Fake-Shops und gefälschte Bestätigungen. Hier lesen Sie, worauf Sie achten sollten und wie Sie sich schützen können.

Onlinedienste machen das Bezahlen komfortabel – doch sie bergen Risiken. Immer wieder versuchen Betrüger, Internet-Nutzer durch Phishing, manipulierte QR-Codes und gefälschte Zahlungsbestätigungen zu täuschen. Wer Warnsignale erkennt und einfache Schutzmaßnahmen beachtet, senkt das Risiko deutlich. Hier finden Sie Tipps zum Schutz.

Phishing beim Online-Shopping

Phishing-Mails verunsichern mit dramatischen Nachrichten wie "Ihr Konto wurde gesperrt" oder "Ungewöhnliche Aktivitäten festgestellt". Sie drängen den Empfänger zum schnellen Handeln. Klickt man auf den enthaltenen Link und gibt Daten auf der gefälschten Login-Seite ein, gelangen diese in die Hände von Betrügern. Die gefälschten Nachrichten können von ganz unterschiedlichen vermeintlichen Anbietern kommen – von Bezahldiensten, Banken oder Online-Shops. Zeitdruck gilt als wichtiges Warnsignal. Öffnen Sie die App des betreffenden Anbieters selbst und prüfen Sie, ob die Meldung stimmt. Dateien aus unbekannten Nachrichten sollten Sie nicht öffnen.

Gefahr durch Zahlungslinks und QR-Codes

Betrüger verschicken Zahlungslinks und QR-Codes, die zu überhöhten Zahlungen oder geänderten Zahlungsarten führen. Kontrollieren Sie vor jeder Bestätigung, an wen und wie viel Sie zahlen. Landen Sie auf einer imitierenden Seite eines bekannten Bezahldienstes, geben Sie keine Login- oder Kontodaten ein. Rufen Sie Zahlungsdienste direkt über deren App oder Website auf, niemals über erhaltene Links.

Betrüger locken mit der Freunde & Familie-Funktion bei PayPal, weil hier kein Käuferschutz greift. Versprechen sie eine billigere Ware, geht diese oft verloren. Wählen Sie bei unbekannten Verkäufern immer die Zahlungsart mit Käuferschutz. Werden Sie zu ungewöhnlichen Zahlungsarten gedrängt, sollten Sie skeptisch sein.

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Auch Fake-Shops nutzen seriös wirkende Zahlungsoptionen, etwa bekannte Bezahldienste. Das garantiert keine Seriosität. Achten Sie auf ungewöhnlich niedrige Preise, fehlendes oder zweifelhaftes Impressum und besondere Zahlungsbedingungen. Zeitdruck und unsichere Shop-Daten gelten als Warnsignale.

Auch Verkäufer sind betroffen

Verkäufer geraten ebenfalls ins Visier von Betrügern. Käufer geben vor, bereits gezahlt zu haben, schicken gefälschte E-Mails oder Screenshots. Versenden Sie die Ware erst nach gesichertem Zahlungseingang auf dem eigenen Konto. Lassen Sie sich niemals nur von Nachrichten oder Belegen überzeugen.

Neuer Bezahldienst Wero

Mit Wero bietet die European Payments Initiative (EPI) nun auch eine europäische Bezahllösung. Sie ermöglicht das Senden von Geld an Privatpersonen und Online-Zahlungen in Deutschland, Frankreich und Belgien. Mehr Optionen bedeuten aber nicht automatisch mehr Sicherheit. Kontrollieren Sie immer Zahlungsaufforderungen, klicken Sie keine Links ungeprüft an. Geben Sie Zugangsdaten ausschließlich auf offiziellen Seiten ein.

Richtig reagieren bei unberechtigten Zahlungen

Stellen Sie eine verdächtige oder unerlaubte Zahlung fest, handeln Sie schnell! Melden Sie Transaktionen über die jeweilige App oder den Kundendienst. Ändern Sie Passwörter und aktivieren Sie, wo verfügbar, eine Zwei-Faktor-Authentifizierung oder einen Passkey. Informieren Sie auch Ihre Bank bei unberechtigten Lastschriften. Sichern Sie alle Beweise wie E-Mails, Chats, Zahlungsdaten und Screenshots. Erstatten Sie im Betrugsfall Anzeige bei der Polizei und widersprechen Sie unberechtigten Forderungen gegenüber Anbietern oder Inkassounternehmen. Ignorieren Sie solche Forderungen nicht.

Quelle: ARAG

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Text: / handwerksblatt.de

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