Stanley Black & Decker setzt stärker auf gewerkespezifische Lösungen
Der Werkzeughersteller will seine Marktbearbeitung neu ausrichten und die Zusammenarbeit mit Profi-Handwerkern intensivieren.
Dieser Artikel gehört zum Themen-Special Neue Werkzeuge für das Handwerk
Stanley Black & Decker richtet seine Vertriebs- und Marketingstrategie in Deutschland neu aus. Künftig sollen Fachhandel und professionelle Anwender noch stärker im Mittelpunkt stehen. Ziel ist es, Produkte und Lösungen gezielter an den Anforderungen einzelner Gewerke auszurichten und die Zusammenarbeit mit dem Fachhandel auszubauen.
"Wir haben unsere Marktbearbeitung kritisch hinterfragt und zugleich festgehalten: Unsere Produkte sind seit jeher stark. Der entscheidende Hebel liegt deshalb vor allem darin, diese Stärken gemeinsam mit dem Fachhandel und den Profi-Anwendern noch besser zur Wirkung zu bringen", sagt Jürgen Titz, Geschäftsführer und General Manager der deutschen Gesellschaft.
Orientierung nach Gewerken
Konkret will das Unternehmen sein Sortiment künftig stärker entlang typischer Anwendungen im Handwerk strukturieren. Im Fokus stehen unter anderem Trockenbau, Zimmerei, Garten- und Landschaftsbau, Elektroinstallation, Sanitärarbeiten, Mauerwerk und Abbruch. Eine zentrale Rolle spielen dabei die Marken Dewalt und Stanley. Während Dewalt vor allem für professionelle Elektrowerkzeuge steht, positioniert sich Stanley als Anbieter von Handwerkzeugen für unterschiedliche Gewerke. Die Produkte sollen künftig noch stärker auf konkrete Arbeitsabläufe und Anforderungen zugeschnitten werden.
Mit der Neuausrichtung möchte Stanley Black & Decker auch den Fachhandel enger einbinden. Das Unternehmen spricht von einer Partnerschaft "auf Augenhöhe", bei der gemeinsam in Vertrieb, Beratung und Markenpräsenz investiert werden soll. Geplant sind unter anderem zusätzliche Marketing- und Vertriebsmaßnahmen, die den Abverkauf im Fachhandel unterstützen sollen. Dazu gehören gewerksspezifische Verkaufskonzepte, Aktionen am Point of Sale sowie Kampagnen mit prominenten Partnern wie dem Borussia Dortmund und dem McLaren Formula-1-Team. Für Handwerksbetriebe bedeutet dies vor allem eine stärkere Ausrichtung der Produktkommunikation auf konkrete Anwendungen sowie zusätzliche Informations- und Beratungsangebote im Fachhandel.
Entwicklung "Engineered in Germany"
Ein wichtiger Bestandteil der Strategie ist die Entwicklungsarbeit am Standort Idstein in Hessen. Dort betreibt Stanley Black & Decker eines seiner weltweit drei Entwicklungszentren. Rund 100 Ingenieurinnen und Ingenieure arbeiten nach Unternehmensangaben an neuen Produkten und deren Weiterentwicklung. Unter dem Label "Engineered in Germany" soll dabei insbesondere das Feedback von Fachhändlern und professionellen Anwendern stärker in die Produktentwicklung einfließen.
Nach Angaben des Unternehmens bringt Stanley Black & Decker weltweit jährlich mehr als 1.000 neue Produkte auf den Markt, darunter 45 Weltneuheiten. Für das Jahr 2027 sind allein für die Marke Dewalt rund 330 und für Stanley etwa 100 neue Produkte geplant.
Nachgefragt bei den Profis
Die stärkere Orientierung an den Bedürfnissen von Handwerksbetrieben folgt einem Trend, der in vielen Bereichen der Branche zu beobachten ist: Hersteller setzen zunehmend auf direkten Austausch mit Anwendern, um Produkte praxisnäher zu entwickeln und den Fachhandel als Beratungsinstanz zu stärken. "Nur wenn wir die Anforderungen des Fachhandels und der Profi-Handwerker wirklich verstehen, können wir Lösungen schaffen, die im Alltag überzeugen", sagt Titz.
Mit der Neuausrichtung reagiert Stanley Black & Decker damit auf die steigenden Anforderungen professioneller Anwender, die neben leistungsfähigen Werkzeugen zunehmend auch Beratung, Systemlösungen und gewerkespezifische Unterstützung erwarten.
Quelle: Stanley Black & Decker
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Text:
Claudia Stemick /
handwerksblatt.de
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