Sabine Mesletzky (r.) mit Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt im BTZ der Handwerkskammer der Pfalz.

Sabine Mesletzky (r.) mit Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt im BTZ der Handwerkskammer der Pfalz. (Foto: © view - die agentur Reiner Voß)

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Technologietransfer und Netzwerk: Ziele der Innovationsagentur RLP

Wie die Innovationsagentur Rheinland-Pfalz Technologietransfer erleichtern und Kooperationen von Wissenschaft und Handwerk f√∂rdern will: Interview mit Gesch√§ftsf√ľhrerin Sabine Mesletzky.

Sabine Mesletzky ist Geschäftsführerin der im Herbst 2023 gegründeten Innovationsagentur Rheinland-Pfalz, die sich als Türöffner und Übersetzer im Technologie-Transfer zwischen Unternehmen und Wissenschaft versteht und gleichzeitig Marketing für den Innovationsstandort Rheinland-Pfalz machen will. 

DHB: Frau Mesletzky, was ist die Aufgabe der Innovationsagentur?
Mesletzky:
Die Geschichte dahinter ist, dass wir im Land sehr viele innovative Forschungseinrichtungen und Lehrstühle, einen innovativen Mittelstand, Gründerzentren, Start-up-Initiativen und Netzwerke haben. Was fehlte, war eine Initiative, die diese Welten zusammenführt und als Übersetzer fungiert. Gerade Hochschulen und der Mittelstand sprechen oft verschiedene Sprachen. Wir wollen den Technologie-Transfer unterstützen, Innovations-Kooperationen fördern und Formate finden, um die Übersetzung zu gewährleisten. Wir führen also die Fäden im Netz des Innovations-Ökosystems zusammen. Wir verstehen uns aber nicht nur als Matchmaker, sondern wollen auch den Innovationsstandort Rheinland-Pfalz über die Landesgrenzen hinaus sichtbar machen.

Netzwerk-Plattform Die Innovationsagentur baut gerade eine Plattform auf, auf der sich die Akteure nach einer Registrierung vernetzen können. Nicht nur Hochschulen und andere Forschungseinrichtungen, sondern auch Wirtschaftsvertreter und innovative Unternehmen. Über Anregungen, Themen und Wünsche von Unternehmen würde sich das Team der Innovationsagentur freuen. ‚ě®‚ě®  Zur Plattform 

DHB: Wie sieht das konkret aus?
Mesletzky:
Wir haben sechs Innovationsschwerpunkte zu Themen wie Energie, KI, Automation, Werkstoffe, Oberflächentechnik oder Nutzfahrzeugtechnik, die jeweils von einem Netzwerkmanager betreut werden. Diese schauen, woran gerade geforscht wird, aber auch, welche Fragen und Probleme es dazu im Mittelstand gibt und bei welchen Themen es sich anbietet, größere Formate aufzulegen, um die Menschen für den Transfer zusammenzubringen. 

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DHB: Wie wird das Handwerk eingebunden?
Mesletzky:
Wir möchten uns speziell auch an den kleineren Mittelstand wenden. Also an die Unternehmen, die keine eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung oder einen eigenen Innovationsmanager haben, das umfasst auch Handwerksbetriebe. Wie das konkret ausgestaltet wird, dazu sind wir gerade im Gespräch mit allen Handwerkskammern im Land. Die Betriebsberater und Technologieberater der Kammern sind nah dran an den Unternehmen. Über sie erhoffen wir uns Impulse, welche Themen wir größer aufziehen sollten. Im Beirat der Innovationsagentur haben wir mit der Durwen Maschinenbau GmbH aus Plaidt auch ein innovatives Handwerksunternehmen, das bereits mit Hochschulen kooperiert hat. Wir wollen dazu beitragen, dass solche Kooperationen keine Einzelfälle bleiben.
Die Innovationsagentur  Die Innovationsagentur Rheinland-Pfalz wurde kürzlich im BTZ der Handwerkskammer der Pfalz vorgestellt. Lesen Sie mehr dazu hier

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Text: / handwerksblatt.de

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