Corona beeinflusst die Zahlen der anerkannten Berufskrankheiten und sogar Arbeitsunfälle.

Corona beeinflusst die Zahlen der anerkannten Berufskrankheiten und sogar Arbeitsunfälle. (Foto: © Kateryna Kon/123RF.com)

Zahl der Berufskrankheiten mehr als verdreifacht

In 123.228 Fällen ist laut DGUV 2021 eine Berufskrankheit anerkannt worden. Die meisten Erkrankungen entstanden im Verlauf einer Corona-Infektion bei der Arbeit.

COVID-19 ist die am häufigsten anerkannte Berufskrankheit 2021, das geht aus den vorläufigen Zahlen der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen hervor, die von der Deutschen Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) veröffentlicht worden sind.

226.611 Verdachtsanzeigen auf eine Berufskrankheit sind 2021 bei den Berufsgenossenschaften und Unfallkassen gemeldet worden, laut DGUV doppelt so viele als noch im Vorjahr. 150.000 davon gingen auf eine Corona-Infektion zurück.

Fast 100.000 Fälle von Berufskrankheiten nach COVID-19-Erkrankung

Bei den anerkannten Berufskrankheiten stieg die Zahl auf 123.228 Fälle, das sind der DGUV zufolge mehr als dreimal so viele wie 2020. Fast 100.000 dieser Fälle sind COVID-19-Erkrankungen. Vor allem Beschäftigte im Gesundheitswesen und in der Wohlfahrtspflege waren betroffen.

Die Zahl der neuen Renten lag mit 5.290 neuen Bewilligungen um 4,6 Prozent höher als im Vorjahr. 2.172 Versicherte starben 2021 an den Folgen einer Berufskrankheit, 208 weniger als im Vorjahr.

Zahl der Arbeitsunfälle steigt wieder

Die Zahl der Arbeitsunfälle stieg 2021 um 5,8 Prozent auf 804.774 Fälle. Bei den Wegeunfällen meldet die DGUV sogar einen Anstieg um 11,4 Prozent auf 170.193 Fälle. Zudem kamen 512 Beschäftigte bei einem Arbeitsunfall ums Leben, 113 mehr als 2020. Auch hier geht laut DGUV ein Großteil der Fälle auf Versicherte zurück, die an den Folgen einer COVID-19-Erkrankung starben, denn unter gewissen Umständen kann die Erkrankung auch als Arbeitunfall gelten. 231 Beschäftigte sind auf dem Weg zur Arbeit bei Unfällen gestorben, sieben weniger als im Vorjahr.

Die Zahl der Renten nach einem Arbeitsunfall ging um 9,4 Prozent zurück auf 11.981, die der Renten nach einem Wegeunfall um 7,3 Prozent auf 4.091 Fälle.

Quelle: DGUV

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Text: / handwerksblatt.de

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