Florian Larscheid aus Insul an der Ahr ist seit 2025 als Fliesen-, Platten- und Mosaiklegermeister selbstständig und nach sechs Monaten Unternehmertum zufrieden mit der Auftragslage.

Florian Larscheid aus Insul an der Ahr ist seit 2025 als Fliesen-, Platten- und Mosaiklegermeister selbstständig und nach sechs Monaten Unternehmertum zufrieden mit der Auftragslage. (Foto: © HwK Koblenz)

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Konjunktur-Alarm beim Handwerk

3.000 Handwerksbetriebe aus dem nördlichen Rheinland-Pfalz berichten über ihre Wirtschaftslage: Der Gesamt-Index fällt zum vierten Mal in Folge – das hat es in 36 Jahren Konjunkturumfrage noch nie gegeben!

Seit dem Frühjahrskonjunkturbericht der Handwerkskammer (HwK) Koblenz im Jahr 2022 geht es in kleinen Schritten abwärts – ein Alarmsignal, denn seit Erfassung der Daten aus 3.000 Handwerksbetrieben hat es das noch nicht gegeben! "Wir erleben hier nicht die großen Einbrüche wie nach der Bankenkrise 2008 oder dem Ausbruch des Corona-Virus 2020. Das ist ein mäßiger, aber kontinuierlicher Abwärtstrend, der sich mit dem Gesamtzustand der deutschen Wirtschaft deckt. Die Alarmsignale sind unübersehbar", fassen Kurt Krautscheid und Ralf Hellrich zusammen. Die relevanten Werte des Berichts werden seit 1990 in der heutigen Form erhoben und lassen so gute Vergleichsmöglichkeiten zu.

Geopolitische Spannungen, militärische Konflikte und damit steigende Energiepreise, Lieferverzögerungen und weitere Verunsicherung auf den Weltmärkten machen der Wirtschaft schwer zu schaffen und die Folgen sind auch im Handwerk angekommen. Laut aktueller Umfrage hat die Stimmung ein Vierjahrestief erreicht. Für den aktuellen Konjunkturbericht melden 75 Prozent (Vorjahreswerte in Klammern: 78 Prozent) der befragten Handwerksbetriebe eine gute oder befriedigende Geschäftslage. Wichtige Konjunkturindikatoren wie der Auftragseingang und die Umsatzentwicklung stellen sich rückläufig dar. 80 Prozent (67 Prozent) der Befragten melden höhere Einkaufspreise, hingegen geben nur 38 Prozent (38 Prozent) höhere Verkaufspreise an. Zukünftig erwarten 78 Prozent (56 Prozent) der Betriebe höhere Einkaufspreise und 51 Prozent (38 Prozent) planen, ihre Verkaufspreise zu erhöhen.

 

Hintergrund: KonjunkturberichtHintergrund Den gesamten Bericht gibt es online hier nachzulesen. 

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Text: / handwerksblatt.de

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