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Tag der Fügetechnik der Handwerkskammer Münster

Am "Tag der Fügetechnik 2023" der Handwerkskammer Münster informierten sich rund 100 Teilnehmer über Neuigkeiten im Handlaserschweißen.

Durch die Technologie des Handlaserschweißens ließen sich Schweißgeschwindigkeiten erreichen, die unter bestimmten Parametern gegenüber vergleichbaren Prozessen vier bis sechsmal so hoch seien. Darüber hat Rolf Marahrens (Reiz GmbH, Essen) auf dem "Tag der Fügetechnik 2023" der Handwerkskammer Münster rund 100 Teilnehmer informiert. Weiterer Vorteil des Handlaserschweißens sei, dass die nachträglichen Richtarbeiten durch die geringe Wärmeeinbringung enorm reduziert seien. Argumente dafür seien auch das fast spritzfreie Schweißen und die einfache Handhabbarkeit. Bedacht werden solle jedoch, so Marahrens, der erhöhte Aufwand für die Arbeitssicherheit und die Unfallverhütung. Betriebe, die das Handlaserschweißen einsetzen wollten, müssten einen Laserschutzbeauftragten vorhalten und den Schweißbereich gut absichern.

Der Vortrag zur Qualitätssicherung machte aufmerksam auf die neue DIN EN ISO 5817.  Dieses Regelwerk definiert die Qualität der Schweißnähte. Falls die höchste Qualität der Schweißnahtgüte "B" vom Auftraggeber gefordert werde, sei der erhöhte Aufwand bei den Schweißarbeiten, unbedingt bei der Kalkulation des Angebotes zu berücksichtigen, lautete die Empfehlung. Die Handfertigkeit stelle zudem eine hohe Herausforderung an die Schweißer dar. Auch im Zuliefererbereich sei es nicht selten, dass die industriellen Auftraggeber häufig diese hohe Anforderung an die Zuliefererbetriebe stellten.

Chancen des Cobotschweißens

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Simon Opper des Unternehmens Universal Robots redete über die Chancen des Cobotschweißens selbst bei kleinen zu fertigen Stückzahlen. Durch die Erledigung relativ einfacher Arbeiten könnten Probleme des Fachkräftemangels zum Teil gelöst werden. Die Schweißnahtqualitäten seien stets gleichbleibend. Der Schweißcobotsei relativ einfach zu bedienen und könne innerhalb kürzester Zeit in den Fertigungsprozess integriert werden. Abgeschlossen wurde die Vortragsreihe mit Ausführungen über Schweißrauchgase und die vorgeschriebene durchzuführende Gefährdungsbeurteilung.

Burkhard Hankel nannte die Pflichten: Gefährdungsanalysen und Schutzausrüstungen für Mitarbeiter sowie Absaugvorrichtung für Schweißrauchgase. Interessierte Betriebe hatten schließlich die Möglichkeit im Fügetechnikzentrum der Handwerkskammer das Handlaserschweißen und das 3-D-Drucken in Aktion zu sehen. Ausgestellt waren ein Schweißcobot und Informationen zum Gesundheitsschutz beim Schweißen.

 

KontaktKontakt Informationen bei der Handwerkskammer Münster gibt es bei Hans-Dieter Weniger, Tel.: 0251 5203120, E-Mail: hans-dieter.weniger@hwk-muenster.de
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Text: / handwerksblatt.de

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