Das Saar-Lor-Lux-Umweltzentrum empfiehlt eine Kontaktaufnahme bis Ende März für Anträge zur Förderung von Umweltzertifizierungen.

Das Saar-Lor-Lux-Umweltzentrum empfiehlt eine Kontaktaufnahme bis Ende März für Anträge zur Förderung von Umweltzertifizierungen. (Foto: © rido/123RF.com)

Saarland fördert Umwelt-Zertifizierungen

Im Saarland können KMU Fördermittel für Umweltzertifizierungen bekommen. Kontaktaufnahme bis Ende März wird empfohlen.

Das saarländische Umweltministerium stellt eine anteilige Förderung bis zu 4.000 Euro für kleine und mittlere Handwerksunternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitern (KMU) zur Verfügung, wenn sie eine Umweltzertifizierung gemäß den Kriterien des europäischen Umweltmanagement-Systems EMAS (Eco Management and Audit Scheme) einführen. Da nur begrenzte Mittel zur Verfügung stehen, wird eine Kontaktaufnahme mit dem Saar-Lor-Lux-Umweltzentrum (UWZ) bis zum 31. März 2021 empfohlen.

Hohe Anerkennung von EMAS

EMAS sei das beste Umweltmanagementsystem, das derzeit für KMU existiere, unterstreicht UWZ-Geschäftsführer Hans-Ulrich Thalhofer. "Verglichen mit der ISO 14001 ist EMAS weniger bürokratisch und kostengünstiger, weil der Umweltgutachter in der Regel nur alle zwei Jahre in den Betrieb kommt und nicht jährlich wie bei der ISO. Dadurch halbieren sich diese externen Kosten", ergänzt Thalhofer. Das UWZ hat für die Einführung von EMAS ein übersichtliches und effizientes Dokumentationssystem entwickelt. Im Fokus stehen all jene gesetzlich vorgeschriebenen Dokumente, die der Gesetzgeber ohnehin von jedem Betrieb verlangt, so beispielsweise ein Gefahrstoffverzeichnis, Betriebsanweisungen oder eine Abfallübersicht. Zudem findet eine Betriebsanalyse nach Umweltaspekten statt. Dazu gehört auch die Überprüfung der Genehmigungssituation: Sind alle Genehmigungen vorhanden und aktuell? Mit diesem Schritt wird sich der Unternehmer seiner Haftungsverantwortung gerecht und reduziert diese gleichzeitig. Der besondere Vorteil von EMAS ist die hohe Anerkennung im Zusammenwirken mit anderen Unternehmen, insbesondere Großunternehmen, die verstärkt Nachweise zur umweltgerechten und nachhaltigen Produktion fordern. EMAS gilt hier als anerkannte und verlässliche Referenz.

 

Kontakt Ansprechpartner beim UWZ sind Lisa Husermann, Tel.: 0681 5809176, E-Mail: l.husermann@hwk-saarland.de und Dr. Stephan Hirsch, Tel.: 0681 5809209, s.hirsch@hwk-saarland.de

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Text: / handwerksblatt.de

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