(v.l.) Rudi Müller, OB Wolfram Leibe, Elisabeth Ruschel

(v.l.) Rudi Müller, OB Wolfram Leibe, Elisabeth Ruschel (Foto: © Presseamt Stadt Trier)

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Ehrenbrief der Stadt Trier für Rudi Müller

Im Rahmen einer Feierstunde wurde das Jahrzehnte lange Engagement des Ehrenpräsidenten der Handwerkskammer Trier von der Stadt Trier gewürdigt.

Rudi Müller, Ehrenpräsident der Handwerkskammer Trier und Schreinermeister aus Pluwig, ist mit dem Ehrenbrief der Stadt Trier ausgezeichnet worden. Der Ehrenbrief ist eine der höchsten städtischen Auszeichnungen für Persönlichkeiten, die sich in besonderer Weise um das Gemeinwohl verdient gemacht haben. Oberbürgermeister Wolfram Leibe überreichte die Urkunden an die Geehrten als "Ausdruck des Dankes und des Respekts" während einer Feierstunde im Rokokosaal des Kurfürstlichen Palais.  Die Verleihung erfolgte auf Beschluss des Hauptausschusses des Stadtrats im Rahmen einer Feierstunde im Rokokosaal des Kurfürstlichen Palais.

Von 2004 bis 2024 stand Müller als ehrenamtlicher Präsident an der Spitze der Handwerkskammer Trier und trug Verantwortung für rund 7.200 Betriebe in der Region. Doch sein Einsatz für das Handwerk reicht weit darüber hinaus: Seit mehr als 40 Jahren engagiert er sich ehrenamtlich für die Belange seines Berufsstandes. Oberbürgermeister Wolfram Leibe würdigte Müllers Amtsverständnis in seiner Laudatio: "Sie haben die Kammer mit Leidenschaft, mit Vision und mit großer Menschlichkeit geführt. Sie waren nie nur Verwalter eines Amtes – Sie waren Gestalter. Unter Ihrer Führung wurde die Kammer zukunftsfähig aufgestellt, ohne dabei ihre Wurzeln zu verlieren." Gerade in Krisenzeiten – während der Coronapandemie oder nach der Flutkatastrophe in Ehrang – habe sich gezeigt, wie verlässlich das Handwerk als Partner der Stadt Trier sei, betonte Leibe.

Botschafter des Trierer Handwerks

Müller verstand sich stets als Botschafter des Trierer Handwerks – national wie international. Ein besonderes Anliegen war ihm die Nachwuchsförderung. Er initiierte das handwerkliche Bildungszentrum in Trier und engagierte sich in Förderprojekten in Nepal und Ruanda. Gemeinsam mit Schreinerkollegen unterstützt er dort Ausbildungsprojekte, vermittelt Lehrlinge nach Deutschland und begleitet sie über den Senior Experten Service. Neben der Integration von Menschen mit Behinderungen liegt ihm auch die stärkere Einbindung von Menschen mit Migrationshintergrund im Handwerk am Herzen. "Wir alle haben soziale Verantwortung. Es ist gut, Menschen zu einem Aufbruch in ein besseres Leben zu verhelfen und ihnen Würde durch Arbeit zu geben", so Rudi Müller. Bereits in den 1980er-Jahren Müller spezialisierte sich der Schreinermeister auf ökologisches Bauen und studierte Baubiologie. Ein sichtbares Zeichen seiner Präsidentschaft ist die Mitwirkung am neuen Campus Handwerk, der bundesweit ersten überbetrieblichen Berufsbildungsstätte im Passivhausstandard. So hat Müller wesentlich dazu beigetragen, dem handwerklichen Nachwuchs eine Ausbildung auf höchstem Niveau zu ermöglichen.  

In seiner Dankesrede erinnerte sich Müller an seine Lehrjahre als Junge aus Pluwig in einer Trierer Schreinerei. Das Ehrenamt habe ihn persönlich geprägt: "Ich hätte sonst vieles, was mich geprägt hat, gar nicht erlebt." Seine Überzeugung ist klar: "Wir alle brauchen die Gemeinschaft. Und wer sich einbringt, kann davon nur profitieren." Erst vor Kurzen wurde Müller für sein jahrzehntelanges Engagement im Handwerk und in der Gesellschaft mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Im Rahmen der Feierstunde erhielt neben Rudi Müller auch Elisabeth Ruschel den Ehrenbrief der Stadt Trier.

 

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Text: / handwerksblatt.de

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