Nachfolge, Neubau und Neustart – das waren Themen der Vollversammlung der Handwerkskammer Trier, bei der auch der rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister Michael Ebling zu Gast war.

Nachfolge, Neubau und Neustart – das waren Themen der Vollversammlung der Handwerkskammer Trier, bei der auch der rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister Michael Ebling zu Gast war. (Foto: © Constanze Knaack-Schweigstill)

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Nachfolge, Neubau, Neustart: Handwerk stellt die Weichen

Wirtschaftsminister Ebling zu Gast bei der HWK-Vollversammlung – Beschlüsse zu Ausbildung und Campus-Ausbau

Klare Erwartungen an die Politik, wichtige Entscheidungen für die Zukunft des Handwerks und ein verhaltener Optimismus bei der Konjunktur: Die Vollversammlung der Handwerkskammer Trier hat zentrale Weichen für die Region gestellt. Bei seinem ersten Besuch als Wirtschaftsminister wurde Michael Ebling direkt in die Pflicht genommen. "Das Land und die Wirtschaft warten auf den Aufbruch: weniger Bürokratie, schnellere Genehmigungen, ein wirksamer Bau-Turbo und bessere Infrastruktur", sagte HWK-Präsident Bernd Elsen. Ebling bezeichnete das Handwerk als "Motor, Stabilität und Anker" und kündigte an, die Rahmenbedingungen gemeinsam verbessern zu wollen.

Zu den wichtigsten Beschlüssen gehörte die einstimmige Einführung einer ÜLU-Umlage. Sie soll die Kosten der Ausbildung gerechter verteilen und ausbildende Betriebe finanziell entlasten. "Die ausbildenden Betriebe müssen für ihre Ausbildungsleistung einen Ausgleich erhalten", betonte Elsen.

Ebenfalls grünes Licht gab die Vollversammlung für die Zukunft des Campus Bau in Kenn. Mit Blick auf steigende Anforderungen in der Ausbildung soll der Standort erweitert und modernisiert werden.

Trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten bleibt das regionale Handwerk stabil. Rund 77 Prozent der Betriebe im Kammerbezirk Trier bewerten ihre Lage als gut oder zufriedenstellend. Sorgen bereiten jedoch steigende Kosten und eine zurückhaltende Investitionsbereitschaft. Hauptgeschäftsführer Axel Bettendorf sprach von einer "Wachstumsdelle auf hohem Niveau".

Vollversammlung: Lichtblick Ausbildung Hintergrund Ein Lichtblick bleibt die Ausbildung: Die Zahl neuer Lehrverträge liegt derzeit rund zehn Prozent über dem Vorjahr. Gleichzeitig sind noch mehr als 600 Ausbildungsplätze unbesetzt. Die Botschaft der Vollversammlung war deshalb eindeutig: Das Handwerk ist bereit, braucht aber bessere Rahmenbedingungen, um Fachkräfte zu sichern und Wachstumspotenziale zu nutzen.
Online Mehr zur HWK-Vollversammlung gibt es online hier. 

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Text: / handwerksblatt.de

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