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HWK des Saarlandes | Februar 2026
Spontan und souverän Reden halten
In diesem Seminar lernen Teilnehmende, wie sie auch ohne vorbereitete Texte sicher und überzeugend vor Publikum sprechen.
Eine frühzeitige Sprachförderung könne die Bildungschancen und später die Karrierechancen von Jugendlichen verbessern, sagt Berthold Schröder. (Foto: © angizzz /123RF.com)
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Januar 2026
Die NRW-Landesregierung will landesweit ABC-Klassen einführen, um die Sprachkompetenz von Kindern im Jahr vor der Einschulung zu fördern. Das sei eine eine starke bildungspolitische Botschaft, sagt das Handwerk.
Die nordrhein-westfälische Landesregierung plant die landesweite Einführung von ABC-Klassen, um die Sprachkompetenz von Kindern im Jahr vor ihrer Einschulung zu fördern. Das hat das Landeskabinett jetzt beschlossen. NRW will damit einen besseren Schulstart ermöglichen. Die frühere Sprachstandserhebung und Kurse in ABC-Klassen sollen sicherstellen, dass Kinder über die Sprachkompetenz verfügen, die sie bei Einschulung haben müssen. ABC-Klassen sind verpflichtende schulische Vorkurse im Schuljahr vor der Einschulung, in denen Kinder gezielt auf die sprachlichen Anforderungen des Unterrichts vorbereitet werden.
"Unsere Kinder sind die Zukunft unseres Landes. Sie brauchen die bestmögliche Bildung. "Um einen Bildungserfolg für alle zu ermöglichen, müssen Kinder das entsprechende Rüstzeug an die Hand bekommen. Grundvoraussetzung für erfolgreiches schulisches Lernen ist eine ausreichende Sprachkompetenz, denn ohne sie endet Bildung für viele Kinder, bevor sie so richtig begonnen hat", erklärt Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU). "Die Ergebnisse der jüngsten Schuleingangsuntersuchungen zeigen, dass etwa ein Drittel der Kinder nicht über hinreichende deutsche Sprachkenntnisse verfügt, um später aktiv am Unterricht teilzunehmen. Zu viele Kinder bringen nicht alles mit, was für einen erfolgreichen Start in der Schule erforderlich ist, und benötigen deshalb vorab eine gezielte Vorbereitung auf den Schulstart", so Schulministerin Dorothee Feller (CDU).
Das Handwerk begrüßt den Beschluss der Landesregierung: "Die Basis für eine erfolgreiche Schulkarriere sind ausreichende Sprachkompetenzen. Denn wer von Beginn an dem Unterricht nicht richtig folgen kann, wird es später schwer haben, diesen Rückstand aufzuholen. Wir erleben es im Handwerk viel zu oft, dass Jugendliche nicht die nötige Ausbildungsreife mitbringen, weil grundlegende Kenntnisse fehlen, die eigentlich während der Schulzeit erworben werden sollten. Eine frühzeitige Sprachförderung könnte die Bildungschancen dieser Jugendlichen verbessern. Auch mit Blick auf die Kinder von zugezogenen Fachkräften aus dem Ausland ist das Angebot ein wertvoller Baustein", sagt Berthold Schröder, Präsident des Westdeutschen Handwerkskammertags.
Andreas Ehlert, Präsident von Handwerk.NRW ergänzt: "Die Entscheidung der Landesregierung zur Einführung von ABC-Klassen ist eine starke bildungspolitische Botschaft zu Beginn des Jahres. Sprache ist die Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Bildungskarriere – nur wer grundlegende Kompetenzen früh erlernt, kommt im Unterricht mit und kann sein Potenzial voll entfalten. Eine frühzeitige Sprachförderung zahlt auf die Ausbildungsreife ein und kommt damit am Ende auch dem Handwerk zugute. Bildung ist der Schlüssel zu einem selbstbestimmten Leben und zu beruflichem Erfolg – je früher sie ansetzt, desto besser."
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