Der neue Opel Astra kommt zeitgleich als 5-Türer und Sportstourer (Foto: © Opel)

Ein sauberer Opel Astra

Mobilität - Pkw

Alles neu macht die IAA in Frankfurt: Opel präsentiert die neueste Generation des Astra und setzt voll auf niedrige Verbräuche.

Natürlich mussten die drei Buchstaben bei der Faktenpräsentation zum neuen Opel Astra fallen: CVT, was für Continuously Variable Transmission steht. Denn der Astra 2020 kommt aufwändig neu – und eine der Neuheiten ist eine stufenlose Automatik. Doch bevor Skeptiker über die Lautstärke, holpriges Verhalten und schwachen Wirkungsgrad meckern, sollten sie diese Automatik im neuen Astra selbst testen. Sie gibt es nur in der Kombination mit dem großen Benziner, also dem stärksten Motor mit 107 kW/145 PS – und ist ein wunderbares Paar, das auf der Straße ausgezeichnet harmoniert.

Neue Motorengeneration

Der neue Opel Astra, hier der 5-Türer Foto: © Opel
Der neue Opel Astra, hier der 5-Türer Foto: © Opel

Nicht nur bei der stufenlosen Automatik hat Opel alles richtig gemacht. Unter dem Blechkleid steckt eine neue Motorengeneration, die gleich schon die Euro 6d erfüllt, also die volle Norm, die erst ab 2021 in Kraft tritt.

Im Windkanal geformt, bietet der Astra sowohl mit der Limousine als auch dem Kombi, von Opel Sportstourer genannt, einen der besten Luftwiderstandswerte in seinem Segment. Der Cw-Wert liegt bei beiden Modellen bei 0,26. Der effizienteste Asta aller Zeiten soll die Botschaft sein, mit den niedrigsten Verbräuchen und geringsten Schadstoffemissionen.

Opel schafft Flottenverbräuche

Das ist nicht nur das Buhlen um die Gunst umweltbewusster Kunden: Hinter all den Bemühungen steht auch die Sorge, die gesetzlich vorgegebenen Flottenverbräuche für Hersteller nicht zu schaffen. Opel kann hier Entwarnung geben: "Wir schaffen sie und müssen keine Strafzahlungen befürchten", sagt Opel-Deutschland-Chef Ulrich Selzer bei der Präsentation.

Sparsame Dreiyzlinder

Der neue Opel Astra, hier der Sportstourer Foto: © Opel
Der neue Opel Astra, hier der Sportstourer Foto: © Opel

Schauen wir genauer hin. Bei den Motoren handelt es sich ausnahmslos um Dreizylinder aus Vollaluminium. Die Benziner gibt es in den drei Leistungsstufen 81 kW/110 PS, 96 kW/130 PS und 107 kW/145 PS, alle 1.2-Liter-Aggregate. Den stärksten Benzinmotor gibt es auch noch als 1,5 Liter. Dann der 107 kW/145 PS starke Motor mit der neuen stufenlosen Automatik gekoppelt.

Neue Automatik

Demgegenüber stehen zwei Diesel mit 1.5-Liter. Den Selbstzünder gibt es mit 77 kW/105 PS und mit 90 kW/122 PS. Beim starken Diesel haben die Kunden auch die Option auf eine Automatik. Dann bieten die Rüsselsheimer ihren Bestseller mit einer ebenfalls neu entwickelten Neun-Stufen-Automatik an.

Verbräuche gesenkt

Viel Platz im Kofferraum des neuen Opel Astra Sportstourer Foto: © Opel
Viel Platz im Kofferraum des neuen Opel Astra Sportstourer Foto: © Opel

Wert legt Opel zudem auf die geringeren Emissionen – bis zu 21 Prozent weniger CO2-Ausstoß im Vergleich zur alten Motorengeneration. Die Verbräuche geben die Rüsselsheimer in der Bandbreite von 3,6 bis 6,2 Liter in der Kombination an, beim Benziner lagen in der Fahrpraxis bei flotten Fahrten rund um den Feldberg die Werte aber zwei Liter höher. Das liegt aber auch an den schicken neuen Motoren.

Es macht einfach Spaß, den -Astra mit dem starken Benziner und der neuen stufenlosen Automatik durch die Straßen zu fahren. Auch auf der Autobahn machen die neuen Aggregate eine gute Figur und sind schnell auf Autobahntempo. 

 

AGR-zertifizierte Sitze

Ein Teil des Wohlfühlfaktors liegt an der exzellenten Ausstattung. Klar, dass die Testwagen die höchste Ausstattungsstufe und damit all das an Bord haben, was Kunden in der Optionsliste gesondert ankreuzen müssen. Vorne wie hinten ist reichlich Platz für die Insassen. Und der Sitzkomfort ist unbestritten, schließlich hat Opel als einer der ganz wenigen Autobauer Autositze mit dem AGR-Prüfsiegel, das heißt von der "Aktion Gesunder Rücken". Das zahlt sich vor allem auf langen Autofahrten aus.

Neue Rückfahrkamera

Nur leicht modifiziert: Das Interieur des neuen Opel Astra. Foto: © Opel
Nur leicht modifiziert: Das Interieur des neuen Opel Astra. Foto: © Opel

Optisch hat sich innen – wie übrigens auch außen – wenig geändert. Neu ist ein üppigeres Display, in Sachen Konnektivität gibt es jetzt mehr Multimedia und der Fahrer kann sich über neue Assistenten für seinen Job freuen. Der Touchscreen hat jetzt acht Zoll und ist bereits aus dem Insignia bekannt. Die Anzeigen sind teilweise digitalisiert.

Gegenüber der alten Generation hat Opel bei den Assistenzsystemen nachgelegt und arbeitet jetzt mit einer Rückfahrkamera, die gestochen scharfe Bilder liefert. Und wer guten Sound genießen will, kann zu seinem Astra auch gleich ein Bose-Soundsystem ordern, das die Insassen aus sieben Lautsprechern inklusive RichBass-Subwoofer beschallt.

Fazit

Opel geht mit seinem Astra Richtung Ökoauto und alles auf die Reduzierung von Verbräuchen und Emissionen ausgerichtet. Limousine und Sportstourer bieten beide viel Fahrkomfort und hinterlassen einen guten Eindruck. Preislich startet der 5-Türer bei 16.798,32 Euro, der Sportstourer bei 17.639 Euro (Preise o. MwSt.).

Text: / handwerksblatt.de

Das könnte Sie auch interessieren: