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Facelift für den kleinen Toyota: Die auffälligste optische Neuerung betrifft die geänderte Frontpartie. (Foto: © Toyota)
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15. Oktober 2026
Toyota hat dem Yaris Cross ein weiteres Facelift verpasst und richtet den erfolgreichen Hybrid-SUV optisch stärker am größeren RAV4 aus. Technisch bleibt es bei den bewährten Vollhybriden, während die Ausstattungsstruktur übersichtlicher wird.
Als Toyota den Yaris Cross 2021 auf den Markt brachte, traf der Hersteller den Geschmack der Kundschaft offenbar auf den Punkt. Das in Nordfrankreich gefertigte kompakte SUV entwickelte sich schnell zu einem der wichtigsten Modelle der Marke in Europa. Im vergangenen Jahr liefen rund 200.000 Einheiten vom Band – genug, um in drei Kategorien vorn zu liegen: als meistverkaufter Toyota Europas, als Nummer eins unter den B-Segment-SUVs und als Marktführer bei den Hybridfahrzeugen.
Nach der ersten Modellpflege vor gut zwei Jahren, bei der vor allem die Bereiche Multimedia, Assistenzsysteme und Hybridantrieb überarbeitet wurden, steht nun das zweite Update an. Diesmal konzentriert sich Toyota vor allem auf die Optik. Der Yaris Cross soll optisch näher an den größeren RAV4 rücken und somit die Familienähnlichkeit innerhalb der Toyota-SUV-Palette unterstreichen.
Das auffälligste Merkmal des Facelifts befindet sich vorne: Der Kühlergrill mit Wabenstruktur ist nun fest in den Stoßfänger integriert, wodurch die Front wuchtiger und moderner wirkt. Hinzu kommen überarbeitete LED-Scheinwerfer mit neuen Tagfahrlicht-Signaturen. Am Heck fällt vor allem die dunklere, unlackierte Kunststoffblende am Stoßfänger auf. Auch die Farbpalette ist aufgefrischt worden: Das bisherige Silber wurde durch "Celestite Grey" ersetzt und durch das neue "Precious Bronze" ergänzt. Die höherwertigen Varianten erhalten zudem neue Leichtmetallräder in 17 oder 18 Zoll.
Unter der Haube bleibt hingegen alles beim Bewährten. Toyota bietet für den Yaris Cross weiterhin zwei Vollhybride mit 116 sowie 130 PS Systemleistung an. Die Modellpalette wird von dagegen von bisher sieben auf nun übersichtlichere fünf Ausstattungslinien gestrafft: Pure, Active, Teamplayer, Lounge und GR Sport.
Der Einstieg erfolgt mit dem Pure für unveränderte 23.227 Euro (alle Preise netto). Diese Variante ist ausschließlich mit dem 116-PS-Hybrid erhältlich. Trotz der Basisausstattung ist die Alltagstauglichkeit gegeben: Eine Klimaanlage, das Toyota-Touch-Multimediasystem mit 9-Zoll-Display, eine Rückfahrkamera und ein umfangreiches Sicherheitspaket sind serienmäßig an Bord.
Die stärkere 130-PS-Version ist ab der Linie Active für mindestens 24.328 Euro erhältlich. Als Preis-Leistungs-Tipp gilt weiterhin der Teamplayer ab 25.706 Euro. Er verfügt unter anderem über Rundum-Parksensoren, eine kabellose Smartphone-Ladeschale sowie über das schlüssellose Zugangssystem Smart Key. Darüber hinaus hat der Teamplayer nach dem Update jetzt neue Sportsitze erhalten, die nicht nur einen optimierten Seitenhalt bieten, sondern auch spürbar bequemer geworden sind.
Deutlich komfortabler wird es mit der Variante Lounge, die bei 31.008 Euro beginnt. Kunstledersitze im "SakuraTouch"-Design, Dekorleisten in Platin-Optik, eine Zweizonen-Klimaautomatik, ein beheiztes Lenkrad und beheizte Vordersitze schaffen ein spürbar hochwertigeres Ambiente. Hinzu kommen erweiterte Assistenzsysteme und eine dreigeteilt umklappbare Rücksitzlehne.
Ein Alleinstellungsmerkmal im B-Segment ist weiterhin der optionale Allradantrieb AWD-i. Bei den Ausstattungsvarianten Teamplayer und Lounge unterstützt ein zusätzlicher Elektromotor an der Hinterachse die Vorderräder – ein Prinzip, das Toyota auch beim größeren RAV4 Hybrid einsetzt. Gerade bei Nässe, Schnee oder auf glatten Straßen verbessert sich dadurch die Traktion spürbar. Die Allradversion des Teamplayers kostet 28.311 Euro, der Lounge AWD-i 33.605 Euro.
Wer es sportlicher mag, greift dagegen zum GR Sport für 31.429 Euro. Das Topmodell ist ausschließlich mit Frontantrieb erhältlich, überzeugt aber mit einer dynamischeren Optik, größeren 18-Zoll-Rädern und einem straffer abgestimmten Fahrwerk. Den Innenraum werten spezielle Sportsitze in Velourslederoptik und roten Ziernähten auf. Zu den weiteren exklusiven Highlights zählen GR-Sport-Logos an den vorderen Kopfstützen und am Lenkrad sowie Dekorleisten in dunklen Silber am Cockpit und den an den Türverkleidungen.
An den Platzverhältnissen hat sich auch nach dem Facelift nichts geändert. Vorne finden Personen bis etwa 1,90 Meter ausreichend Raum, im Fond wird es ab rund 1,80 Meter Körpergröße hingegen eng. Auf eine verschiebbare Rücksitzbank verzichtet Toyota zugunsten eines praxisgerechten Kofferraums: Er fasst je nach Stellung der Rücksitzlehne 397 bis 768 Liter. Beim Allrad-Lounge entfällt allerdings der doppelte Ladeboden, weil an der Hinterachse der zusätzliche Elektromotor Platz benötigt. Auch fasst das Gepäckabteil im Normalzustand hier nur 320 Liter.
Dafür ist die Bedienung ist nach wie vor ein Pluspunkt beim Yaris Cross. Das Cockpit ist übersichtlich gestaltet und die Instrumente liefern die wesentlichen Informationen ohne digitale Überladung. Der Touchscreen sitzt gut im Blickfeld und lässt sich nach kurzer Eingewöhnung intuitiv bedienen. Besonders alltagstauglich ist, dass sich die Klimaanlage weiterhin über physische Tasten steuern lässt. In den gehobenen Ausstattungsvarianten sorgt darüber hinaus ein echtes Head-up-Display dafür, dass wichtige Daten direkt in der Windschutzscheibe und nicht auf einer einfachen Kunststoffscheibe erscheinen.
Fahrtechnisch bleibt der 130-PS-Hybrid ein harmonischer Begleiter. Das stufenlose Getriebe dämpft die Drehzahlen beim Beschleunigen deutlich besser als bei früheren Toyota-Modellen, das typische Aufheulen ist weitgehend verschwunden. Der Ampelstart gelingt dank des sofort verfügbaren E-Drehmoments flott, und der Wechsel zwischen Elektro- und Benzinmotor erfolgt ruckelfrei. Sportliche Ambitionen sollte man dem Yaris Cross dennoch nicht zuschreiben. Seine Stärke liegt eher im gemütlichen Cruisen und beim Verbrauch: Nach einer ausgiebigen Runde durch die Voreifel zeigte der Bordcomputer 4,6 Liter auf 100 Kilometer an, was nur wenig über dem Werkswert von 4,4 Litern liegt. Damit bleibt der Yaris Cross auch nach dem Facelift einer der sparsamsten Vertreter seiner Klasse.
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