Fröhlich und fit: Mutter und Tochter haben Spaß beim gemeinsamen Tanz im Wohnzimmer.

Fröhlich und fit: Mutter und Tochter haben Spaß beim gemeinsamen Tanz im Wohnzimmer. (Foto: © fizkes/123RF.com)

Tanzen: Emotion & Befreiung

Schnöde formuliert ist Tanzen das Bewegen zur Musik. Doch der Tanz hat heilende und fördernde Wirkungen. Feiern lässt sich das am besten am 29. April – denn das ist der Welttag des Tanzens.

Ist das noch Zappeln oder schon Tanz? Zugegeben, manche Tänze sehen schon recht merkwürdig aus, vor allem, wenn man die Musik weglässt, das Element, das den Tanzenden Struktur und Rahmen gibt, allen voran der Rhythmus. Der scheint uns sogar in den Genen zu liegen, wie niederländische Wissenschaftlicher in Amsterdam festgestellt haben. Sie spielten Neugeborenen einen festen Rhythmus vor, ließen aber dann bewusst zwei Schläge weg. Messungen der Hirnströme belegten, dass die Neugeborenen aber einen Schlag erwartet hatten. Und für alle, die glauben, Rhythmus sei nur ein Gefühl, sei zur Beruhigung gesagt: Der lässt sich lernen, gerade beim Tanzen – und welcher Tag ist dafür besser als der Erscheinungstag dieser Zei­tung? Denn der 29. April ist stets der Welt­tag des Tanzens.

Tanzen erzeugt Glückshormone

Allen Tanzmuffeln sei gesagt: Sie ver­passen viel. Sehr viel. Tanzen ist Emotion und Befreiung, es koordiniert Körper und Geist, gibt Raumgefühl und weckt Hirnre­gionen, die auch das Sprachzentrum steu­ern, aber stimulieren auch andere Hirn­regionen. Gleichzeitig schüttet der Körper Endorphine und Dopamin aus, das bekanntlich das Glückshormon ist. Deshalb ist Tanzen auch für Parkinson-­Erkrankte eine gute Therapie, weil sie das Zittern reduziert, wie eine Studie belegt. Außerdem soll Tanzen das Risiko, an Demenz zu erkranken, auch um 20 Prozent reduzieren.

Auch Jugendliche profitieren vom Tanzen, weil es das mathematische und räumliche Verständnis verbessert, weshalb eine amerikanische Mittelschule Mathe sogar aus­schließlich per Musik und Tanz vermittelt. Das Ergebnis: Die Mathenoten der Schüler verbesserten sich. Also kann es nicht so schlecht sein, wenn Kinder ihren Namen tanzen können ...

Tanzen war schon vor 30.000 Jahren üblich

Fest steht, dass Tanzen schon immer die Menschheit beschäftigt hat. Höhlenmalereien in Europa, Afrika oder Asien legen nahe, dass Tänze schon vor 30.000 Jahren üblich waren. Erste Überlieferungen von Tanztechniken datieren aus 4.000 vor Christus – und waren in erster Linie religiöse Rituale. Der berühmte dionysische Tanz etwa war die Kommunikation zwischen den Sterblichen und den Göttern.

Bis zu den heutigen modernen Tänzen war es allerdings ein langer Weg, der vor allem im Mittelalter unter den kritischen Blicken der Kirche sehr steinig und dornig war. Anfang des 20. Jahrhunderts explodierten schließlich die Tanzformen, und es entwickelten sich die Stile, die auch heute noch auf jeder Tanzfläche so beliebt und willkommen sind – bis hin zum Zappeln, wie geübte – ältere – Paartänzer das bezeichnen, was unter der Discokugel ablief. Doch egal, welcher Tanz es letztendlich ist, neben allen positiven Eigenschaften baut er vor allem unseren Stress ab. Und das sollte am Welttag des Tanzes erst recht ein Tänzchen Wert sein. 

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Text: / handwerksblatt.de

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