Auf Reisen in der polnischen Hauptstadt: Am Abend funkelt der Kulturpalast über der Stadt, das Museum für Moderne Kunst offenbart zeitgenössische Werke und im Königlichen Łazienki-Park trifft Geschichte auf Inszenierung.
Hoch ragt der Kultur- und Wissenschaftspalast in Warschau in den Himmel. Der 237 Meter hohe Wolkenkratzer wurde zwischen 1952 und 1955 als "Geschenk" Josef Stalins erbaut und ist heute das zweithöchste Gebäude Polens. Besonders am Abend zieht der hell leuchtende Kulturpalast Betrachterinnen und Betrachter in seinen Bann. Unter anderem beherbergt das prunkvolle Bauwerk im Stil des Sozialistischen Klassizismus (auch als "Zuckerbäckerstil" bekannt) ein Theater, ein Kino, Museen sowie Kneipen.
Warschau überrascht auf Schritt und Tritt: Zwischen Historie und modernem Großstadtflair entfaltet Polens Hauptstadt einen ganz eigenen Zauber. Nächster Halt: das Museum für Moderne Kunst, welches zeitgenössische Werke in den Fokus rückt. Das im Jahr 2005 vom Kulturministerium gegründete Museum breitet sich auf seinem heutigen Standort auf vier oberirdischen und zwei unterirdischen Ebenen auf einer Gesamtfläche von 19.788 Quadratmetern aus.
Neben der 4.500 Quadratmeter großen Ausstellungsfläche bietet es ein Kino, ein Auditorium, ein Café sowie einen Museumsshop. Während der Kulturpalast in unmittelbarer Nähe in die Höhe ragt, wurde das Museumsgebäude als Gegenpol bewusst horizontal erbaut.
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Weiter geht die Warschauer Rundreise mit einem Stopp im sogenannten "glücklichsten Ort" der Hauptstadt – dem Łazienki-Park. Insgesamt vier Gärten bieten die perfekte Kulisse für friedvolle Stunden in der Natur, umgeben von frei lebenden Pfauen und Eichhörnchen.
Das Herzstück der größten Parkanlage Warschaus ist, neben weiteren architektonischen Highlights, der Inselpalast, welcher zugleich als Museum fungiert. In der einstigen Sommerresidenz von König Stanisław August (*1732, † 1798) können Besucherinnen und Besucher Gemälde entdecken, die der polnische König in seiner über 30-jährigen Regierungszeit zusammentrug. Einblicke in die königliche Kollektion gibt es hier.
Ein kleiner Tipp: Jedes Jahr im Sommer finden am Frédéric-Chopin-Denkmal, welches sich ebenso im Łazienki-Park befindet, kostenfreie Chopin-Konzerte statt.
Kostümausstellung im Łazienki-Park
Bis zum 13. Dezember 2026 ist im Palast auf der Insel sowie im Myślewicki-Palast und in der Alten Orangerie eine Kostümausstellung mit 32 beeindruckenden Kleidern aus der aktuellen Verfilmung von Bolesław Prus’ Roman "Die Puppe" zu sehen. Die Ausstellung rückt neben dem eindrucksvollen Design der an die Mode des 19. Jahrhunderts angelehnten Kostüme auch das handwerkliche Können und die Liebe zum Detail in den Mittelpunkt. Der Eintritt zur Ausstellung ist freitags kostenlos.
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