Mit Großbritannien gehe für Deutschland ein wichtiges Unionsmitglied und Partner als "Anwalt der sozialen Marktwirtschaft" verloren, sagt Holger Schwannecke.

Mit Großbritannien gehe für Deutschland ein wichtiges Unionsmitglied und Partner als "Anwalt der sozialen Marktwirtschaft" verloren, sagt Holger Schwannecke. (Foto: © Bartolomiej Pietrzyk/123RF.com)

Brexit: Handwerk hofft auf reibungslosen Übergang

Politik

Nachdem das britische Unterhaus dem Brexit-Gesetz von Boris Johnson zugestimmt hat, ist das Handwerk erleichtert, dass nun endlich Klarheit herrscht. Es bedauert den Schritt der Briten aber immer noch.

Das Brexit-Gesetz vom britischen Premierminister Boris Johnson wurde vom Unterhaus mit großer Mehrheit angenommen. Wenn das Oberhaus dem Gesetz ebenfalls zustimmt, ist der Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union zum 31. Januar sehr wahrscheinlich.

Zitat: "Das Handwerk hat diesen Schritt von Anfang an bedauert und tut dies immer noch." (Holger Schwannecke, ZDH-Generalsekretär)"Mit dem Abstimmungsergebnis des Unterhauses geht eine über dreijährige Hängepartie zu Ende", kommentiert Holger Schwannecke die Entscheidung. "Wir haben jetzt Klarheit: Großbritannien wird zum 31. Januar aus der EU austreten. Das Handwerk hat diesen Schritt von Anfang an bedauert und tut dies immer noch", so der Generalsekretär des Zentralverbands des Deutschen Handwerks.

Wichtiger Partner geht verloren

Denn: Mit Großbritannien gehe für Deutschland ein wichtiges Unionsmitglied und Partner als "Anwalt der sozialen Marktwirtschaft" verloren. Nun sei es wichtig, dass Union und Großbritannien ein Handelsabkommen schließen, das "einen möglichst reibungslosen Übergang ermöglicht", sagt Schwannecke.

Aus Sicht des Handwerks ist es "unverzichtbar", dass die Europäische Union bei den kommenden Verhandlungen geschlossen mit einer Stimme spricht. Es gelte fundamentale Errungenschaften wie der des Binnenmarktes inklusive seiner Grundfreiheiten, freier Personen-, Dienstleistungs, Waren- und Kapitalverkehr, zu erhalten.

ZDH hofft auf konstruktive Verhandlungen

Schwannecke kann sich vorstellen, die Übergangsfrist zum tatsächlichen EU-Austritt dafür zu verlängern. "Der britische Premierminister Boris Johnson kann sich seit der Wahl im Dezember im britischen Parlament auf eine breite Mehrheit stützen, die ihm erlaubt, in den Verhandlungen eine konstruktive Rolle zu spielen. Wir setzen darauf, dass beide Partner sich auf ein Abkommen einigen werden, das Großbritannien seinen Platz in Europa sichert, nachdem es die EU verlassen hat.“

Quelle: ZDH

Text: / handwerksblatt.de

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