"Echte berufspraktische Einblicke lassen sich durch kaum etwas ersetzen", so die Ausbildungskonsenspartner.

"Echte berufspraktische Einblicke lassen sich durch kaum etwas ersetzen", so die Ausbildungskonsenspartner. (Foto: © goodluz/123RF.com)

Fachkräftesicherung auch in Corona-Zeiten

Politik

Die Ausbildungskonsenspartner in NRW hoffen auf das Engagement der Betriebe, Schüler auch während der Corona-Pandemie Praxisphasen zur beruflichen Orientierung zu ermöglichen.

Die Ausbildungskonsenspartner appellieren an die nordrhein-westfälischen Betriebe und Verwaltungen, jungen Menschen auch in Corona-Zeiten Praxisphasen zu ermöglichen. Der Bildungs- und Erziehungsauftrag von Schulen bestehe darin, Schüler angemessen auf das Leben in der Gesellschaft vorzubereiten und sie zu einer aktiven und verantwortlichen Teilhabe in allen Lebensbereichen zu befähigen. Dazu gehört, dass sie auf die Berufs- und Arbeitswelt vorbereitet werden.

In Nordrhein-Westfalen seien Schulen in Ergänzung zum Elternhaus der Ort, an dem die Schüler auf Grundlage der Landesinitiative "Kein Abschluss ohne Anschluss – Übergang Schule-Beruf NRW" systematisch und prozessbegleitend bei ihrer Berufsorientierung unterstützt werden. Ziel: die Jugendlichen in die Lage zu versetzen, ihre Lebens- und Berufswegplanung eigenverantwortlich zu gestalten.

"Schule kann nicht alles leisten"

Das könne Schule jedoch nicht allein leisten – für diese Aufgabe brauche es starke Partner, die allen Schülern in NRW eine gute und praxisorientierte berufliche Orientierung ermöglichen. Diese Partner seien die Betriebe und Verwaltungen. Sie sorgten dafür, dass Jugendliche aller Schulformen Praxiserfahrungen in Form von Berufsfelderkundungen und verschiedenen Praktikumsformaten sammeln können.

Dieses Engagement gelte es auch in Zeiten der Corona-Pandemie soweit wie möglich aufrecht zu erhalten und jungen Menschen viele dieser wichtigen praktischen Erfahrungen zu ermöglichen. Dieses Ziel könnten die Schüler nur erreichen, wenn alle gemeinsam daran arbeiten, ihnen die nötigen Hilfestellungen, Beratungen und besonders die Einblicke in die Praxis der Berufs- und Arbeitswelt zu geben.

"Berufspraktische Einblicke sind kaum zu ersetzen"

"Für Sie als Verantwortliche in Betrieben, Einrichtungen, bei Trägern, Institutionen, Hochschulen und Kommunen ist mit dieser Zielerreichung auch verknüpft, dass Sie sich oder die gesamte Branche als attraktiver und engagierter Ausbilder im Wettbewerb um junge Menschen für die Sicherung Ihres Fachkräftenachwuchses präsentieren können", so die Ausbildungskonsenspartner in ihrem Appell. In den vergangenen Wochen und Monaten seien digitale oder hybride Formate zur beruflichen Orientierung entwickelt worden, die eine sinnvolle Ergänzung seien, wenn aus Infektionsschutzgründen ein analoges Angebot nicht möglich sei.

"Doch eines steht fest: Echte berufspraktische Einblicke lassen sich durch kaum etwas ersetzen“, betonen die Partner. "Wir werben daher dafür, dass Sie auch weiterhin alles Mögliche dafür tun, den Jugendlichen ausreichende Plätze für Praxisphasen zur Verfügung zu stellen und somit die berufliche Orientierung und Ihre Nachwuchssicherung in NRW zu unterstützen." Kurzfristig zur Verfügung stehende Plätze sollten den zuständigen kommunalen Koordinierungsstellen gemeldet werden. Sie sammeln das regionale Angebot und leiten es den Verantwortlichen in den Schulen zu.

Quelle: NRW-Schulministerium

Text: / handwerksblatt.de

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