"Ganz offensichtlich hat die Corona-Pandemie jetzt auch das Metallbauerhandwerk erreicht", sagt Stephan Lohmann.

"Ganz offensichtlich hat die Corona-Pandemie jetzt auch das Metallbauerhandwerk erreicht", sagt Stephan Lohmann. (Foto: © nevodka/123RF.com)

Umsatzrückgang im Metallhandwerk

Politik

Der Umsatz des nordrhein-westfälischen Metallhandwerks ist im vergangenen Jahr um etwa sechs Prozent zurückgegangen. Von Einnahmeausfällen waren besonders Betriebe aus dem Bereich Feinwerkmechanik betroffen.

Drei Viertel der Betriebe im nordrhein-westfälischen Feinwerkmechanikerhandwerk hatten 2020 einen Umsatzrückgang von durchschnittlich 18 Prozent. Das meldet der Fachverband Metall NW. Im Metallbauerhandwerk konnten 43 Prozent der Unternehmen ihren Umsatz leicht steigern, 39 Prozent nahmen deutlich weniger ein. Daraus ergibt sich ein Umsatzrückgang von rund sechs Prozent für das gesamte Metallhandwerk in NRW.

Mehr als ein Drittel der feinwerkmechanischen Unternehmen beurteilt zum Jahreswechsel seine wirtschaftliche Lage als mangelhaft oder schlechter – nur jedes zehnte als gut oder besser. Beinahe umgekehrt es bei den Metallbauern aus: 45 Prozent schätzen ihre Lage als gut ein und nur knapp jedes zehnte Unternehmen als mangelhaft oder schlechter.

Gemischte Erwartungen für 2021

Die Erwartungen für das laufende Jahr sind gemischt: Fast 36 Prozent der baunahen Betriebe befürchten eine Verschlechterung der eigenen wirtschaftlichen Situation. Fast 60 Prozent der Unternehmen rechnen mit einer unveränderten wirtschaftlichen Entwicklung. Zurückhaltender sind die Feinwerkmechaniker: Mehr als 20 Prozent erwartet einen weiteren Umsatzrückgang.

Das Metallhandwerk insgesamt erwartet im Jahr 2021 einen sich verschärfenden Wettbewerb im Absatzmarkt mit einem höheren Preisdruck und weniger Aufträgen. "Ganz offensichtlich hat die Corona-Pandemie jetzt auch das Metallbauerhandwerk erreicht", sagt Stephan Lohmann, Geschäftsführer des Fachverbands Metall NW.

Beunruhigende Entwicklung

"Die Zeiten ungetrübter Zuwächse scheinen zunächst einmal der Vergangenheit anzugehören. Zwar beobachten wir noch keine so dramatischen Entwicklungen wie bei den Maschinen- und Werkzeugbauern, aber die Entwicklung beunruhigt. Vielleicht signalisieren die knapp 30 Prozent positiver Entwicklungseinschätzungen bei den Feinwerkmechaniker den dringend benötigten Aufschwung in diesem Bereich.“

Quelle: Fachverband Metall NW

Text: / handwerksblatt.de

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