Sicherheit sollte immer vorgehen – nicht nur in der Werkstatt, sondern auch bei der Absicherung des Betriebsvermögens.

Sicherheit sollte immer vorgehen – nicht nur in der Werkstatt, sondern auch bei der Absicherung des Betriebsvermögens. (Foto: © iStock | Vasyl Dolmatov)

Anlagestrategien für das Betriebsvermögen

Kurzfristig parken, mittelfristig investieren, langfristig anlegen und das eher sicherheits- oder chancenorientiert?

Das kommt auf die Anlegerpersönlichkeit und das Anlageziel an. Ein Blick auf mögliche Anlagestrategien für unterschiedliche Zeithorizonte.

Kurzfristig verfügbare Mittel

Wolff Seitz, Leiter Produktmanagement Investment der SIGNAL IDUNA Asset Management. Foto: © Signal IdunaWolff Seitz, Leiter Produktmanagement Investment der SIGNAL IDUNA Asset Management. Foto: © Signal Iduna

Eines der wichtigsten Güter für jedes Unternehmen ist die Liquidität. Investmentfonds haben den entscheidenden Vorteil, dass sie der Betriebsinhaber teilweise oder sogar komplett sofort wieder durch einen simplen Verkauf in Liquidität verwandeln kann, wenn es sein muss. Ein Risiko hat er dabei: Eine Notlage kann ihn zwingen, die Papiere zu einem für ihn ungünstigen Zeitraum verkaufen zu müssen. Entscheidend ist deshalb, dass der Betriebsinhaber tatsächlich nur die nicht benötigte Liquidität investiert, also Gelder, die er erst wieder mittel- oder längerfristig einsetzen muss. Dazu muss er nur den Liquiditätsbedarf ermitteln, den Betrag, den er im Monat, im Quartal oder Jahr tatsächlich benötigt. Diese Summe gehört aufs Geschäftskonto, aber die darüber hinausgehenden Mittel kann der Unternehmer zugunsten verschiedener Anlageziele investieren. 

 

Zitat"Fonds lassen sich jederzeit in Liquidität verwandeln."
Wolff Seitz, Leiter Produktmanagement Investment der SIGNAL IDUNA Asset Management

Kurzfristiger Horizont

Ein Projekt ist fertig, der Kunde zahlt die große Abschlussrechnung. Wird das dem Unternehmen zufließende Geld nicht sofort, sondern erst in einigen Wochen oder Monaten benötigt, konnte man es früher auf ein Tages- oder Festgeldkonto verschieben. Heute lohnt sich das nicht mehr. Allerdings macht es, wenn die absehbare mögliche Anlagedauer nur einige Monate beträgt, auch keinen Sinn, dieses Kapital in Form mehrjähriger verzinslicher Wertpapiere oder gar Aktien anzulegen. Infrage kommen hier höchstens Anleihen mit kurzen Restlaufzeiten oder variablen Verzinsungen. Im Zweifelsfall lautet die Empfehlung deshalb, das Verwahrentgelt in Kauf zu nehmen.

Mittelfristiger Horizont

Mittelfristig zu planen, meint in der Geldanlage häufig Zeiträume zwischen ein und fünf Jahren. Für Betriebsinhaber ist das ein Zeitraum, in dem sie Investitionen wie den Ersatz oder die Neuanschaffung von Maschinen und Fahrzeugen planen und dafür entsprechende Rücklagen bilden. Doch je länger der Planungshorizont, desto relevanter auch der Einfluss von Verwahrentgelt und Inflation. Gut zu wissen, dass mit den Jahren deshalb auch die Möglichkeiten im Bereich der Kapitalanlage zunehmen. Voraussetzung hierfür sind eine hinreichend detaillierte Liquiditätsplanung, eine Festlegung hinsichtlich der verfolgten Ziele und der eigenen Risikobereitschaft. Auf dieser Basis kann dann ein geeignetes Portfolio, das auf die naturgegebenen Unwägbarkeiten einer jeden Planung Rücksicht nimmt, entwickelt und umgesetzt werden.

Langfristiger Horizont

Rücklagen für die unternehmenseigenen Immobilien oder die Pensionszusagen gegenüber den Gesellschafter-Geschäftsführern einer GmbH – es gibt einige Bilanzpositionen, die zwar nicht für die Ewigkeit, aber teilweise doch über Jahrzehnte aufgebaut werden. Diese Mittel können, sofern sie nicht für die Finan - zierung anderer Vermögenspositionen benötigt werden, in langfristig ausgerichtete Wertpa - pieranlagen investiert werden.
Angesichts der langfristigen Perspektive verlieren die allgegenwärtigen zwischenzeitlichen Schwankungen der Wertpapieranlagen ihren Schrecken. Das erlaubt es, Chancen stärker zu betonen und höhere Renditeerwartungen zu formulieren.

Tipps für das Beratungsgespräch

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Text: / handwerksblatt.de

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