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HWK Münster | Juni 2026
Chancen auf dem britischen Markt ausloten
Am 18. und 19. Juni finden individuelle Beratungstage für Handwerksbetriebe zum Markt in Großbritannien statt.
Wer sein verfügbares Kapital regelmäßig in den Betrieb investiert, sollte eine private Altersvorsorge haben. (Foto: © Birgit Reitz-Hofmann/123RF.com)
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Dezember 2025
Betriebsverantwortliche, die früh genug ihre Altersvorsorge planen, handeln klug – nicht nur im eigenen Interesse, sondern auch im Sinne ihrer Nachkommen. Was sie tun können, erklärt ein Experte.
Früh genug über seine Altersvorsorge nachzudenken und diese zu planen, ist nicht nur im Sinne des Betriebsverantwortlichen, sondern auch seiner Familie. Müssen Kinder später finanzielle Pflichten gegenüber ihren Eltern tragen, hilft es, wenn diese ihre Vorsorge rechtzeitig geregelt haben. So lassen sich mögliche Belastungen deutlich reduzieren.
Eine durchdachte Altersvorsorge beginnt mit einer ehrlichen Bestandsaufnahme. Dazu zählen alle bisherigen Ansprüche aus gesetzlichen und beruflichen Rentenversicherungen sowie angesparte Guthaben aus älteren Lebens- oder Rentenversicherungen. Jährliche Bestandsmitteilungen der Anbieter liefern erste Orientierung, die durch realistische Prognosen ergänzt werden sollte. Entscheidend sind konservative Annahmen statt "Schönrechnerei", um spätere Korrekturen und teure Nachfinanzierungen zu vermeiden.
Auch Immobilien – selbst genutzt oder vermietet – gehören zu einer soliden Altersvorsorge. Idealerweise sind sie bis zum Renteneintritt schuldenfrei. Hinzu kommt der mögliche Erlös aus einem späteren Betriebsverkauf. Ebenso wichtig ist eine ausreichende Liquiditätsreserve, um beispielsweise Renovierungen ohne Bankkredit zu finanzieren.
Viele Betriebsverantwortliche verfügen jedoch nicht über schuldenfreie Immobilien oder ausreichende Rücklagen, da sie verfügbares Kapital regelmäßig in den Betrieb investiert haben. In solchen Fällen ist zusätzliche private Altersvorsorge unverzichtbar.
Eine professionelle Altersvorsorge erfordert, das eigene Risikoprofil realistisch einzuschätzen. Wer Aktien und Fonds skeptisch gegenübersteht, sollte seine Haltung überdenken. Ohne renditestärkere Anlagen bleibt langfristiger Vermögensaufbau schwer zu erreichen. Das bedeutet nicht, dass Spekulation im Mittelpunkt stehen muss. Vielmehr gilt es, eine individuelle, anpassbare Aktienquote festzulegen, die das Sicherheitsbedürfnis berücksichtigt. Zudem sollten Anleger ihre Anlageziele und Wertentwicklungen regelmäßig überprüfen – idealerweise zwei- bis dreimal jährlich. Dabei helfen Steuerberater, die Hausbank oder andere Finanzpartner, die idealerweise eine objektive Einschätzung geben.
Das "Magische Dreieck" der Geldanlage bleibt zentral: Sicherheit, Rendite und Verfügbarkeit stehen in direktem Spannungsverhältnis. Hohe Renditen gehen fast immer zulasten der Sicherheit, während kurzfristige Verfügbarkeit meist geringere Erträge bedeutet. Unternehmer, die diese Zusammenhänge verstehen, schaffen die Grundlage für vernünftige Anlageentscheidungen.
Nachhaltiges Investieren gewinnt an Bedeutung, ist aber noch mit Unsicherheiten behaftet. Dabei spielen Umwelt-, Sozial- und Unternehmensaspekte ("ESG-Kriterien") eine zentrale Rolle – etwa Klimaschutz, faire Arbeitsbedingungen und verantwortungsvolle Unternehmensführung. Wer diese Werte teilt, kann in nachhaltige Fonds oder Anleihen investieren und dabei Rendite mit gesellschaftlichem Nutzen verbinden. Allerdings interpretiert jeder Anbieter Nachhaltigkeit möglicherweise anders. Fragen Sie gezielt nach, ob dessen Kriterien zu Ihren Überzeugungen passen. Die Hausbank kann helfen, Ihre Nachhaltigkeitspräferenzen zu definieren und passende Anlageformen zu identifizieren.
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