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Corona: Kurzarbeit wird bis Ende März 2022 verlängert

Der erleichterte Zugang zum Kurzarbeitergeld und die längere Bezugsdauer werden wegen der anhaltenden Corona-Krise erneut verlängert. Das meldet das Bundesarbeitsministerium. Reduziert wird die Erstattung der SV-Beiträge für Arbeitgeber.

Die neuen 2G- und 3G-Regeln zur Bewältigung des Infektionsgeschehens haben deutliche Auswirkungen auf den lokalen Einzelhandel, das Gastgewerbe und den gesamten Dienstleistungsbereich. Das Bundesarbeitsministerium (BMAS) verlängert deshalb noch einmal die Erleichterungen beim Kurzarbeitergeld um drei Monate bis Ende März 2022. So gilt die maximale Bezugsdauer des Kurzarbeitergeldes weiterhin 24 Monate. Zusätzlich werden auch die erleichterten Voraussetzungen für den Zugang zum Kurzarbeitergeld verlängert.

Die bisherige vollständige Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge wird allerdings auf die Hälfte reduziert. Es sei denn, die Arbeitnehmer nehmen während der Kurzarbeit an bestimmten geförderten beruflichen Weiterbildungsmaßnahmen teil.

Verlängerung der Corona-Hilfen Auch die Corona-Hilfen, also die Überbrückungshilfe und die Neustarthilfe für Soloselbstständige gibt es nun bis Ende März 2022. Lesen Sie mehr

"Wir bauen wir den betroffenen Betrieben und ihren Beschäftigten eine beschäftigungssichernde Brücke bis zum Ende des ersten Quartals 2022 und geben ihnen damit Planungssicherheit", sagt Bundesarbeitsminister Hubertus Heil. Man wolle mit der Verlängerung sicherstellen, dass Beschäftigungsverhältnisse auch im ersten Quartal 2022 stabilisiert sowie Arbeitslosigkeit und Insolvenzen vermieden werden. 

Das bedeutet die Verordnung für Arbeitgeber und Arbeitnehmer:

  • Die Voraussetzungen für den Zugang zum Kurzarbeitergeld bleiben weiterhin bis zum 31. März 2022 herabgesetzt. Das heißt, die Zahl der Beschäftigten, die im Betrieb vom Arbeitsausfall betroffen sein müssen, bleibt auf mindestens zehn Prozent abgesenkt (normalerweise mindestens ein Drittel).
  • Auf den Aufbau negativer Arbeitszeitsalden vor der Gewährung von konjunkturellem Kurzarbeitergeld und Saison-Kurzarbeitergeld wird weiter vollständig verzichtet.
  • Der Zugang für Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer zum Kurzarbeitergeld bleibt bis zum 31. März 2022 eröffnet.
  • Den Arbeitgebern werden die von ihnen während der Kurzarbeit allein zu tragenden Sozialversicherungsbeiträge in Höhe von 50 Prozent auf Antrag in pauschalierter Form erstattet.
  • Den Arbeitgebern werden weitere 50 Prozent der Sozialversicherungsbeiträge erstattet, wenn ihre Beschäftigten während der Kurzarbeit an einer unter bestimmten Voraussetzungen geförderten beruflichen Weiterbildung teilnehmen. Auch können die Lehrgangskosten für diese Weiterbildungen abhängig von der Betriebsgröße ganz oder teilweise erstattet werden.


Die Änderungen treten zum 1. Januar 2022 in Kraft und laufen bis 31. März 2022. 

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Text: / handwerksblatt.de

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