Viele Unternehmer rechnen wegen der Corona-Krise mit Liquiditätsengpässen.

Viele Unternehmer rechnen wegen der Corona-Krise mit Liquiditätsengpässen. (Foto: © alexkalina/123RF.com)

Corona-Krise trifft das NRW-Handwerk mit voller Wucht

Eine Blitzumfrage des WHKT und von Handwerk.NRW zeigt, dass ein großer Teil der nordrhein-westfälischen Handwerksbetriebe mit den Folgen der Corona-Krise zu kämpfen haben.

Nahezu jedes zweite Handwerksunternehmen (47 Prozent) in Nordrhein-Westfalen ist von den Auswirkungen der Ausbreitung des Corona-Virus betroffen. Das zeigt eine Blitzumfrage des Westdeutschen Handwerkskammertags (WHKT) und von Handwerk.NRW. Demnach seien das Lebensmittelhandwerk, die Gesundheitsbranchen und Unternehmen, die personenbezogene Dienstleistungen anbieten, wie Kosmetikstudios und Friseursalons, am stärksten betroffen. In diesen Branchen berichten etwa zwei Drittel der befragten Betriebe über Probleme im Zusammenhang mit der Corona-Krise.

5.548 Unternehmen haben in den vergangenen Tagen teilgenommen. Da die Krise sich dynamisch entwickelt, spiegele die Umfrage nicht den aktuellsten Stand wider. Gleichwohl zeige sie schon die umfassende Betroffenheit des Handwerks. 27 Prozent der befragten Handwerksfirmen antworteten, sie seien bereits stark oder sogar sehr stark von nachlassender Nachfrage und Umsatzrückgang betroffen. Ein drohender Liquiditätsengpass sei das von den Unternehmen aller Branchengruppen des Handwerks am häufigsten genannte Problem.

"Die Hilfe wird ankommen"

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54 Prozent der befragten Firmen rechnen für die nahe Zukunft mit Zahlungsschwierigkeiten. 44 Prozent erwarten Kurzarbeit – besonders das Baugewerbe, die Zulieferunternehmen und größere Lebensmittelbetriebe. 41 Prozent erwarten einen erhöhten Kreditbedarf. Der Präsident des WHKT, Hans Hund, ruft die Handwerksunternehmen im ganzen Land dazu auf, Vertrauen in die angelaufenen staatlichen Hilfsmaßnahmen zu haben

"Die Hilfe wird ankommen. Bund und Land tun alles, um den Betrieben unbürokratisch zu helfen." Oberste Priorität habe auch für das Handwerk jetzt, mitzuhelfen die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Der Hauptgeschäftsführer des WHKT, Matthias Heidmeier, ergänzt: "Die Handwerkskammern in NRW helfen mit, das wirtschaftliche Leben – überall dort, wo es verantwortbar möglich ist – aufrecht zu erhalten. Unser gesamtes Netzwerk ist jetzt auf die Beratung der Betriebe ausgerichtet."

Quelle: WHKT

Text: / handwerksblatt.de

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