Führerschein

Noch ist der alte Führerschein gültig, aber bis 2033 sollen alle einen neuen EU-Führerschein haben. (Foto: © kzenon/123RF.com)

Führerscheine müssen umgetauscht werden

Rund 43 Millionen Autofahrer in Deutschland müssen bis 2033 ihre Führerscheine gegen neue, fälschungssichere EU-Karten tauschen. Ab 2022 sollen die Dokumente stufenweise ersetzt werden.

Die deutschen Führerscheine verlieren künftig ihre Gültigkeit und müssen umgetauscht werden. Damit setzt Deutschland zwingende EU-Vorgaben um. Um die Behörden nicht zu überlasten, ist ein Stufenmodell geplant – 2022 geht es los. Der Grund für den Umtausch ist der Wunsch nach einem EU-einheitlichen, fälschungssicheren Dokument und der Erfassung aller Führerscheine in einer Datenbank, um Missbrauch zu verhindern.

Fahrerlaubnis bleibt bestehen

Wichtig: Nur das Dokument verliert seine Gültigkeit, die Fahrerlaubnis für den Fahrer bleibt bestehen! Beim Umtausch erfolgt also keine neue Prüfung. Benötigt wird nur ein Foto für den neuen EU-Führerschein – und laut ADAC rund 25 Euro Gebühr.

Das ist Teil eins des Stufenplans: Die rund 15 Millionen grauen oder rosa Papierführerscheine aus den Jahren vor 1999 sollen spätestens bis zum 19. Januar 2025 umgetauscht sein. Dafür ist eine Staffelung nach dem Alter des Inhabers entscheidend. Es beginnt mit dem Jahrgang 1953; wer älter ist, ist von der Pflicht zum vorgezogenen Umtausch befreit.

Staffelung soll Behörden entlasten

Teil zwei des Stufenplans: Für die etwa 28 Millionen seit 1999 ausgestellten Kartenführerscheine gelten von 2026 bis 2033 gestaffelte Umtauschfristen nach dem Alter der Dokumente vor. Die seit 2013 ausgestellten Führerscheine in Deutschland entsprechen bereits den neuen Vorgaben und gelten nicht mehr lebenslang, sondern nur noch 15 Jahre – das bedeutet, ab 2028 müssen auch sie erneuert werden.

Der Stufenplan soll einen Massen-Ansturm bei den Behörden verhindern und lange Wartezeiten für die Bürgerinnen und Bürger  vermeiden. Wer die Frist für den Umtausch verstreichen lässt weiter mit seinem alten Pkw- oder Motorrad-Führerschein fährt, riskiert 10 Euro Verwarnungsgeld.

Führerscheine ausgestellt bis 31. Dezember 1998

Geburtsjahr des Inhabers

 Spätester Umtauschtermin

vor 1953

19.1.2033

1953 - 1958

19.1.2022                    

1959 - 1964

19.1.2023                    

1965 - 1970

19.1.2024                    

1971 oder später

19.1.2025

 

Führerscheine ausgestellt ab 1. Januar 1999

Jahr der Ausstellung

Spätester Umtauschtermin

1999 - 2001

19.1.2026

2002 - 2004

19.1.2027

2005 - 2007

19.1.2028

2008

19.01.2029

2009

19.1.2030

2010

19.1.2031

2011

19.01.2032

2012 - 18.1.2013

19.01.2033

 Quelle: Bundesrat

 → Hier geht es zum Text der Führerschein-Verordnung

 

Text: / handwerksblatt.de

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