Anzeige

Bauhandwerk fordert mehr Dieselnachrüstung

Die Einigung in der Dieselfrage ist ein wichtiger Schritt, meint das Bauhandwerk. Es sei aber nicht verständlich, warum die Nachrüstung der Handwerks- und Lieferfahrzeuge nicht voll unterstützt werde.

Das Bauhandwerk muss mit seinen Dieselfahrzeugen in die Innenstädte fahren dürfen, fordert der ZDB. Foto: © welcomia/123RF.com
Das Bauhandwerk muss mit seinen Dieselfahrzeugen in die Innenstädte fahren dürfen, fordert der ZDB.

 "Nach jahrelangen Diskussionen ist die Einigung in der Dieselfrage zumindest ein Schritt in die richtige Richtung", kommentiert der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Baugewerbes Felix Pakleppa die Beschlüsse des Bundesumwelt- und des Verkehrsministeriums. "Unsere Forderung, Fahrverbote für Dieselfahrzeuge zu vermeiden, wurde damit zunächst aufgegriffen." Im nächsten Schritt müssten nun praxistaugliche Maßnahmen auf den Weg gebracht werden, die insbesondere auch die für die Bauwirtschaft wichtigen Handwerks- und Lieferfahrzeuge berücksichtigten.

Pakleppa begrüßt zwar die Nachrüstförderung für Nutzfahrzeuge zwischen 2,8 und 7,5 Tonnen, sieht aber deren Höhe skeptisch: "Handwerks- und Lieferfahrzeuge müssen im jetzt geplanten Maßnahmenpaket angemessen berücksichtigt werden. Dabei lässt sich nicht erklären, warum die Nachrüstung nicht vollständig, sondern lediglich zu 80 Prozent unterstützt werden sollen."

Gebaut werde überall – die Erreichbarkeit der Innenstädte sei eine Voraussetzung für die Geschäftstätigkeit der Baubetriebe. Diese seien aber auch überregional aktiv. "Daher muss der Anspruch auf Nachrüstung für Handwerks- und Lieferfahrzeuge deutlich weiter gefasst werden, als es in der jetzigen Beschränkung auf wenige Städte und angrenzende Landkreise vorgesehen ist," forderte Pakleppa abschließend.

Text: / handwerksblatt.de
Was Sie sonst noch interessieren könnte
Foto: © Sergey Rasulov/123RF.com
Unternehmensführung 
Diesel: Umtausch oder Nachrüstung
Autofahrer in 14 deutschen Städten sollen künftig wählen können, ob sie ihren Diesel umtauschen oder nachrüsten lassen. Die Industrie soll nach dem Willen der Regierung dafür die Kosten übernehmen.
Foto: © ZDH/Schuering
Unternehmensführung 
Dieseldebatte: Wollseifer will endlich Klarheit
Der Koalitionsausschuss will bald eine Lösung in der Dieselproblematik vorlegen. Handwerkspräsident Wollseifer fordert Sicherheit für Unternehmen und private Dieselnutzer.
Foto: © Sergey Rasulov/123RF.com
Unternehmensführung 
Ohne Software-Update gibt es Diesel-Fahrverbote
Besitzer eines Skandal-Diesels müssen ihr Auto mit einer neuen Abgas-Software nachrüsten lassen, sagt das Oberverwaltungsgericht NRW. Sonst wird ihr Fahrzeug rechtmäßig stillgelegt.
Foto: © kzenon/123RF.com
Unternehmensführung 
Die Musterklage für Verbraucher kommt
Die Bundesregierung hat am 9. Mai den Gesetzentwurf zur Musterfeststellungsklage beschlossen. Verbraucherschützer begrüßen den Schritt. Käufer von Skandal-Dieselautos können hoffen.
Foto: © dolgachov/123RF.com
Unternehmensführung 
Sammelklage: Eine(r) für alle
Bundesregierung und EU haben Pläne für Sammelklagen vorgelegt. Verbraucher sollen damit ihre Rechte gemeinsam durchsetzen können. Aber die Entwürfe unterscheiden sich ein wenig.
Foto: © Sergey Rasulov/123RF.com
Unternehmensführung 
Abgasskandal: Geld zurück trotz Software-Update
Käufer eines Schummel-Diesel können ihren Wagen trotz neuer Abgas-Software zurückgeben. Das OLG Köln stärkt damit die Rechte der Kunden.

Leserkommentare

nach oben