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Insolvenz: Lila Bäcker entlässt 900 Mitarbeiter

Betriebsführung

Die insolvente Bäckereikette "Lila Bäcker" muss alle rund 160 verbliebenen Filialen und die Backstube zum 1. Februar schließen. 900 Mitarbeiter werden entlassen. Damit verschwindet einer der größten Filialbäcker vom Markt.

Der "Lila Bäcker" war einmal eine der größten Bäckereiketten in Deutschland. Jetzt muss das insolvente Unternehmen alle rund 160 verbliebenen Filialen in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin und Schleswig-Holstein und die Backstube in Pasewalk zum 1. Februar schließen. Am 26. Januar sollen hier die letzten Brote und Brötchen gebacken werden. Die aktuell noch rund 900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Filialnetzes, der Logistik und Verwaltung, würden entlassen, meldet das Unternehmen. Zuvor waren bereits Anfang Januar 72 Filialen geschlossen und 700 Beschäftige freigestellt worden.

Begründet wurde das damals mit "schwierigen Marktbedingungen durch gestiegene Energie- und Rohstoffpreise", unter denen auch andere Bäckereien leiden würden. Zudem würden sich die Kunden zurückhalten. Der  gestiegene Mindestlohn und die erhöhte Mehrwertsteuer in Cafés würde für zusätzliche Belastungen sorgen.

Investorensuche für "Mäkelbörger KuchenManufaktur"

"Da der verbliebene Interessent seine Finanzierung nicht hinreichend belegen konnte und formelle Anforderungen nicht erfüllte, haben die Banken eine weitere Finanzierung des defizitären Geschäftsbetriebs abgelehnt. Deshalb entschied der Gläubigerausschuss, die Betriebsfortführung zu beenden", sagte Insolvenzverwalter Christian Graf Brockdorff, der die Leitung der Lila Bäcker Gruppe zum Jahreswechsel übernommen hatte, am 19. Januar auf einer digitalen Mitarbeiterversammlung. Für die Mäkelbörger KuchenManufaktur in Neubrandenburg würden weiterhin Investoren gesucht.

Der Geschäftsbetrieb der Unser Heimatbäcker GmbH, die für die Produktion von Brot und Brötchen in Pasewalk, sowie den Betrieb der Filialen und Cafés zuständig war, die Unser Heimatbäcker Logistik GmbH, die für die Belieferung des Filialnetzes zuständig war, und der Verwaltungseinheit Unser Heimatbäcker Holding GmbH hingegen würde in den nächsten Wochen abgewickelt.  

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Quelle: Lila Bäcker

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Text: / handwerksblatt.de

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