Eine alte, wenig effiziente Heizung gegen ein neues System austauschen lassen: Laut den Verbänden der Heizungsindustrie und des Schornsteinfegerhandwerks sind in Deutschland trotz Förderung noch zu wenig Verbraucher dazu bereit.

Eine alte, wenig effiziente Heizung gegen ein neues System austauschen lassen: Laut den Verbänden der Heizungsindustrie und des Schornsteinfegerhandwerks sind in Deutschland trotz Förderung noch zu wenig Verbraucher dazu bereit. (Foto: © Alexander Raths /123RF.com)

Über die Hälfte der Heizungen in Deutschland ist veraltet

Laut einer Erhebung des Bundesverbandes des Schornsteinfegerhandwerks und des Bundesverbandes der Deutschen Heizungsindustrie sind 56 Prozent der Heizungen veraltet.

Etwa 21 Millionen Heizungen sind in Deutschland installiert, aber 56 Prozent davon sind technisch veraltet und arbeiten nicht effizient genug. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Erhebung vom Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks (ZIV) sowie dem Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH).

Demnach ist laut der Erhebung über die Hälfte der Heizungen 20 Jahre alt und älter. Dem neuesten Stand der Technik entsprechen den Verbänden zufolge nur 5,1 Millionen Gas- oder Öl-Brennwertanlagen sowie die Anlagen, die erneuerbare Energien einkoppeln. Dazu gehörten rund 0,9 Millionen Biomassekessel, eine Million Wärmepumpen sowie 2,4 Millionen Brennwertgeräte in Kombination mit einer solarthermischen Anlage.

Förderprogramme zeigen Wirkung

Die Verbände verweisen darauf, dass im Sinne des von der Bundesregierung aufgestellten Klimaschutzplanes diese Altanlagen ausgetauscht werden müssten. Dem BDH zufolge zeigt die von der Bundesregierung im Rahmen des Klimapakets aufgestockte und vereinfachte Förderung für effiziente Heizsysteme auch "positive Markteffekte". Zugleich fordert BDH-Hauptgeschäftsführer Andreas Lücke: "Wir brauchen eine verlässliche Ausfinanzierung der beschlossenen Förderprogramme von KfW und BAFA. Ein Förderstopp würde den derzeit noch positiven Marktverlauf abrupt unterbrechen."

Quelle: BDH

Text: / handwerksblatt.de

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