Gerade bei kleineren Unternehmen werden die Zahlungsziele gekürzt. (Foto: © Creditreform)

Zahlungsmoral: Wert fälliger Rechnungen steigt

Betriebsführung

2.137 Euro: So hoch ist eine überfällige Rechnung im Durchschnitt. Dieser Betrag ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen, meldet Creditreform. Besonders stark betroffen sind das Baugewerbe und der Einzelhandel.

Der Wert einer überfälligen Rechnung ist in Deutschland in den letzten Jahren stark gestiegen. 2016 war eine verspätete Rechnung im Schnitt 1.783 Euro wert. Im zweiten Halbjahr 2019 lag der Wert bereits bei 2.137 Euro. Das ist eine Steigerung um fast 20 Prozent.

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"Für Kreditgeber und Lieferanten erhöhen sich damit die Ausfallrisiken und die eventuelle Schadenssumme", berichtet das Creditreform Debitorenregister Deutschland (DRD), das die Zahlen jetzt vorgelegt hat. Rund 3,2 Millionen Rechnungsbelege wurden dafür ausgewertet. 

Besonders stark war der Anstieg demnach im Baugewerbe (plus 50,1 Prozent) und im Einzelhandel (plus 40,8 Prozent).

Der durchschnittliche Zahlungsverzug im B2B-Geschäft lag im zweiten Halbjahr 2019 bei 10,69 Tagen. Das war ein minimal besserer Wert im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (10,70 Tage ). Die Zahlungsrisiken für Leistungserbringer bleiben aber weiterhin hoch. 

Zugenommen haben die Zahlungsverzögerungen laut Creditreform bei Geschäften mit der Grundstoffbranche, dem Großhandel und der Metall- und Elektrobranche. Insgesamt war die Verzugsdauer im Baugewerbe mit 14,69 Tagen demnach am höchsten.

Zahlungsziele bei kleinen Betrieben werden gekürzt

Die Folge: Lieferanten und Kreditgeber haben ihre Zahlungsziele in den letzten Monaten gekürzt, wenn auch nur leicht. Im Schnitt lag das Zahlungsziel bei 31,38 Tagen (2. Halbjahr 2018: 31,60 Tage). Der  Zeitraum  vom  Tag der  Rechnungsstellung  bis  zum  Geldeingang  hat  sich demnach  also  leicht  verringert.  Der  Zeitraum  vom  Tag der  Rechnungsstellung  bis  zum  Geldeingang  hat  sich demnach  also  leicht  verringert. Der Zeitraum vom Tag der Rechnungsstellung bis zum Zahlungseingang liegt demnach bei durchschnittlich 42 Tagen.

"Besonders kleinen Unternehmen und Firmen aus den Bereichen Konsumgüter und Dienstleistungen werden nicht mehr so lange Zahlungsziele eingeräumt wie früher", berichtet Creditreform.

Längere Zahlungsfristen erhielten Unternehmen aus den Branchen Metall und Elektro beziehungsweise Chemie sowie generell Großunternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten.

Der  Zeitraum  vom  Tag der  Rechnungsstellung  bis  zum  Geldeingang  hat  sich demnach  also  leicht  verringert.  Der  Zeitraum  vom  Tag der  Rechnungsstellung  bis  zum  Geldeingang  hat  sich demnach  also  leicht  verringert. 

Der  Zeitraum  vom  Tag der  Rechnungsstellung  bis  zum  Geldeingang  hat  sich demnach  also  leicht  verringert. 

Die Verursacher offener Forderungen

Der Löwenanteil am ausstehenden Forderungsbestand in Deutschland (61,3 Prozent) verursachen Großunternehmen, die einen durchschnittlichen Rechnungswert von 3.347 Euro aufweisen.

Der Gesamtbestand an offenen Forderungen in Deutschland wird zu größeren Teilen von Unternehmen aus den Branchen Metall und Elektro (26,0 Prozent), Großhandel (15,2 Prozent) und Unternehmensdienstleistungen (13,7 Prozent) verursacht. Das Baugewerbe hat einen Anteil am offenen Forderungsbestand von derzeit knapp einem Zehntel (9,5 Prozent).

 

Text: / handwerksblatt.de

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