Valmir Dobruna hat bei den EuroSkills 2014 mit seinem Teamkollegen Marc Armbrüster die Goldmedaille in der Wettkampfdisziplin "Stuckateur/in" geholt. Er ist einer von zahlreichen Champions, der der Kampagne "Zukunft braucht Bildung" von WorldSkills Germany und seinen Partnern ein Gesicht geben.

Valmir Dobruna hat bei den EuroSkills 2014 mit seinem Teamkollegen Marc Armbrüster die Goldmedaille in der Wettkampfdisziplin "Stuckateur/in" geholt. Er ist einer von zahlreichen Champions, der der Kampagne "Zukunft braucht Bildung" von WorldSkills Germany und seinen Partnern ein Gesicht geben. (Foto: © WorldSkills Germany/Valmir Dobruna)

Kampagne zeigt, wie attraktiv eine Berufsausbildung sein kann

Bildung

Mit der Kampagne "Zukunft braucht Bildung" wollen WorldSkills Germany und sechs Partner auf die Bedeutung der beruflichen Aus- und Weiterbildung aufmerksam machen. Erfolgreiche Handwerker sollen als Vorbilder fungieren.

"Deutschland ist auf hervorragend ausgebildeten Nachwuchs angewiesen. Denn nur mit exzellenten Fachkräften aus der Praxis bleibt Deutschland eine starke Wirtschaftsnation", betont Hubert Romer, Geschäftsführer von WorldSkills Germany. Unter dem Motto "Zukunft braucht Bildung" wollen sechs Unternehmen, Verbände und WorldSkills Germany mit ihrer Kampagne deutlich machen, dass die duale Ausbildung deutlich attraktiver als ihr Ruf in der Gesellschaft ist.  

Gesichter der Kampagne

Stahlbetonbauerin Jule Janson beweist, dass sich auch junge Frauen am Bau durchsetzen können. Foto: © WorldSkills Germany/Jule JansonStahlbetonbauerin Jule Janson beweist, dass sich auch junge Frauen am Bau durchsetzen können. Foto: © WorldSkills Germany/Jule Janson

Mehrere Hunderttausend Personen seien bereits mit den zahlreichen Veröffentlichungen auf der eigens eingerichteten Kampagnen-Website, Beiträgen in den sozialen Medien und einer auf die Partner abgestimmten Medienarbeit erreicht worden. Junge Menschen und Eltern lernen ganz unterschiedliche spannende Berufe samt Karrieremöglichkeiten kennen, Unternehmen werden motiviert, selbst in die Aus- und Weiterbildung zu investieren.

"Es sind vor allem Auszubildende und Champions internationaler Berufswettbewerbe, die der Kampagne ein Gesicht geben und verdeutlichen: Wir haben schon in jungen Jahren viel erreicht und ohne Praktiker/innen wie uns, geht es nicht!", heißt es in einer Pressemitteilung von WorldSkills Germany. 

Erfolgsstorys Die Geschichten junger, erfolgreicher Fachkräfte sollen andere dazu ermutigen, eine duale Ausbildung zu beginnen. Sie sind auf der Website der Kampagne "Zukunft braucht Bildung", aber auch bei den Partner wie dem Zentralverband des Deutschen Baugewerbes und dem Zentralverband Deutsches Kfz-Gewerbe zu finden.

Sicherung des Niveaus

Welche Bedeutung die Ausbildung für das Handwerk hat, macht der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes deutlich: "Das Baugewerbe ist der Motor der dualen Ausbildung in Deutschland. Ohne die mittelständischen Firmen gäbe es am Bau 80 Prozent weniger Lehrlinge."

Wie sinnvoll in diesem Zusammenhang die Teilnahme an beruflichen Wettbewerben sei, werde jedes Jahr aufs Neue unterstrichen. "Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der internationalen Berufswettbewerbe zeigen, dass man es mit einer Ausbildung am Bau in Deutschland weit bringen kann. Dabei wird deutlich: Die Berufsbildung in unserer Branche läuft auf internationalem Top-Niveau." 

Sebastian Knopf ist eine von vielen Erfolgsgeschichten mit einer dualen Berufsausbildung. Bei den EuroSkills 2016 holte er Bronze. Von den WorldSkills 2017 kehrte er mit einer Exzellenzmedaille nach Rheinland-Pfalz zurück. Foto: © WorldSkills GermanySebastian Knopf ist eine von vielen Erfolgsgeschichten mit einer dualen Berufsausbildung. Bei den EuroSkills 2016 holte er Bronze. Von den WorldSkills 2017 kehrte er mit einer Exzellenzmedaille nach Rheinland-Pfalz zurück. Foto: © WorldSkills Germany

Um die Sicherung des Niveaus geht es auch dem Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe. "Schließlich benötigten Autohäuser und Werkstätten auch morgen genügend Auszubildende mit gutem Schulabschluss und qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter", betont Referentin Claudia Kefferpütz. Mit rund 37.000 Kfz-Meisterbetrieben, etwa 437.000 Beschäftigten und ca. 94.600 Auszubildenden sei das Kfz-Gewerbe die Nummer 1 bei der Ausbildung im Handwerk.

Mut und Offenheit gefordert

Gerade der pragmatische und konsequente Einsatz digitaler Komponenten ist für die Zukunft aller Ausbildungsberufe entscheidend, hat Hubert Romer in einer Gesprächsrunde unter anderem mit Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel zum Thema "Digitaler Wandel in der beruflichen Bildung – Blick in die Zukunft" betont.

Deutschland stehe zwar im internationalen Vergleich im guten Mittelfeld, der entscheidende Unterschied sei aber: "International ist der Mut da, Entscheidungen schneller zu treffen – da wird auch mal experimentiert. Wir sind dabei hintendran. Das schützt uns zwar vor Fehlern, bringt uns aber nicht konsequent weiter." Er wünsche sich, dass man mit Tabus in der beruflichen Bildung breche und offener für internationale Ideen sei, auch um das Berufsbildungssystem neu zu denken.

"Wir benötigen noch viel mehr solcher Initiativen", betont Romer. "Denn sie kommen der gesamten Wirtschaft zugute. Deshalb gilt unser Dank schon jetzt allen beteiligten Partnern." 

Quelle: WorldSkills Germany

Text: / handwerksblatt.de

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