VW Cross Caddy vorn

Fotos: © VW Nfz

Der Cross Caddy kann wirklich Gelände

Mobilität

Volkswagen Nutzfahrzeuge erweitert die Caddy-Familie um den Cross Caddy. Im Gegensatz zu den anderen Modellen der Cross-Familie (Polo, Golf und Touran) hat er als Option wirklich echten Allradantrieb.

Giftgrün ist nun wirklich nicht die Farbe, die man gerne bestellt. Deshalb hat VW Nutzfahrzeuge seinen neuen, in der Tat sehr auffälligen Grünton, den es mit dem neuen Caddy gibt, auch viperngrün genannt. Das läuft zwar auf das gleiche hinaus, hört sich aber viel besser an.

Und der neue Caddy ist nicht irgendein Caddy, sondern gleich eine neue Baureihe, die die Caddy-Familie erweitert und sich zugleich in die Cross-Familie einreiht, in der bereits Polo, Golf und Touran an einem Tisch sitzen. Das Besondere: Während die bisherigen Cross-Familienmitglieder nur optisch Offroad-Qualitäten vortäuschen, ist der neue Cross Caddy tatsächlich optional mit Allradantrieb erhältlich, also als klassischer 4Motion, um in der Volkswagen-Nomenklatur zu bleiben.

Eigenständige Version

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Natürlich hebt sich der Neuling auch optisch von der bisherigen Modellfamilie ab, um als eigenständige Version erkannt zu werden. Das geschieht durch schwarz abgesetzte Radkästen, schwarze Seitenschweller und ebenfalls eine schwarze Beplankung vorne und hinten. Hinzu kommen noch die Design-Elemente der Cross-Reihe, ein silberner Unterfahrschutz vorn und hinten sowie eine silberne Dachreling. Wer die Pkw-Variante fährt, erhält hinten und für das Heckfenster die sogenannte Privacy-Verglasung, durch die man von innen nach außen hin alles sehen kann, die aber die Insassen vor neugierigen Blicken schützt.

Auch im Innenraum finden sich kleine, aber feine Designelemente, die den Cross Caddy von seinen Familienmitgliedern optisch absetzen, etwa silbern eingefasste Luftausströme, Vordersitze in zweifarbigem Dessin oder Lederapplikationen mit grauen Nähten. Wer dieses Edelambiente auch in der Kastenausführung haben möchte, muss bei der Bestellung das Cross-Caddy-Kastenwagen-Paket ordern. Dafür ist in der Pkw-Variante die Wahl zwischen einem Fünf- und einen Siebensitzer möglich, der Kastenwagen kommt nur als Zweisitzer. Dafür bietet er hinter den Sitzen einen Stauraum von 3,2 Kubikmetern. Als Serie kommt hinten eine Heckklappe, die aber optional gegen zwei Klapptüren austauschbar sind. Außerdem können Käufer der Kastenversion auch noch eine zweite, optionale Schiebetür für die Fahrerseite mitordern, so wie er es vom regulären Kastenwagen gewohnt ist.

Blick in die Optionsliste lohnt

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Für gewerbliche Nutzer lohnt ohnehin der Blick in die Optionsliste. Da sie im Vergleich zum klassischen Caddy schon die Cross-Variante mitbezahlen, sind viele Features als Option erhältlich, die den Kastenwagen auf Pkw-Niveau heben. Eines davon ist das schon erwähnte Kastenwagen-Paket, gleiches gilt für die zahlreichen elektronischen Helfer oder die Sicherheit. Ab Werk sind ESC und ein Fahrerairbag an Bord, die vor allem im Pkw-Bereich bekannten Helfer wie der Parklenkassistent, bei dem der Fahrer nur noch bremsen oder Gas geben muss und das Fahrzeug das Lenken übernimmt, lassen jederzeit über die Optionsliste dazu buchen.

Von der Motorisierung gibt es keinerlei Unterschiede zwischen dem Pkw und der gewerblichen Kastenausführung. Zu Wahl stehen zwei 1,2-Liter-Benziner in den Leistungsstufen 63 kW/86 PS und 77 kW/105 PS. Mit fünf Varianten ist die Auswahl bei den Dieselaggregaten größer. Die beiden kleineren Diesel mit 55 kW/75 PS und 75 kW/102 PS sind 1,6-Liter-Aggregate, die größeren haben alle zwei Liter Hubraum und leisten 81 kW/110 PS, 103 kW/140 PS und 125 kW/170 PS. Darüber hinaus gibt es die EcoFuel-Variante, ein 80 kW/109 PS starker Motor für Erdgas. Die vier 26-kg-Tanks stehen für eine Reichweite von rund 450 Kilometern, ist das Gas verbraucht, schaltet der Motor automatisch auf den 13 Liter großen Benzintank um. Für Autogas-Liebhaber schließlich ist der Cross Caddy auch noch mit einem 75 kW/102 PS starken Vierzylinder erhältlich, dessen Tank 44 Liter Autogas fasst. Zusammen mit dem 60 Liter-Benzintank ist eine Reichweite von 1.100 Kilometern möglich, das Autogas alleine reicht für rund 430 Kilometer.

Echte Offroad-Fähigkeiten

Interessant dürfte der Cross Caddy vor allem für diejenigen sein, die nicht nur eine Offroad-Optik haben wollen, sondern auch real ins Gelände möchten. Dafür bietet VW den Wagen mit permanentem Allradantrieb an. Die Antriebskraft wird über eine elektronisch geregelte Haldex-Kupplung der neuesten Generation an. Dafür ist die Motorenauswahl limitiert: Die 4Motion-Ausführung gibt es nur für den 2-Liter-TDI mit 81 kW/110 PS und 103 kW/140 PS. Aber wer einmal auf etwas schwierigerem Gelände unterwegs ist, weiß die Allrad-Fähigkeit zu schätzen.

Die hat allerdings ihren Preis. Fängt der normale Cross Caddy als Kastenwagen mit netto 15.795 Euro für den 1,2-Liter-Benziner mit dem kleinen Motor an (Diesel netto ab 16.795 Euro), startet der 4Motion bei netto 21.515 Euro. Die Pkw-Varianten fangen ab netto 18.790 Euro an.

Fotos: © VW Nfz

Text: / handwerksblatt.de

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