Ab sofort bestellbar: der neue Ford E-Transit.

Ab sofort bestellbar: der neue Ford E-Transit. (Foto: © Ford)

Der elektrische Transit

Mit dem Ford E-Transit bringen die Kölner ihr Flaggschiff mit elektrischem Antrieb auf den Markt und stellen sich gleichzeitig mit "Ford Pro" für Kunden neu auf. Wir haben den elektrischen Transporter schon mal Probe gefahren.

Frühjahr 2010, Roadshow von Ford auf Schloss Morsbroich in Leverkusen: Während sich das Gros der Journalisten um die neuen RS-Versionen drängelten, fuhr im Hof tatsächlich der erste elektrische Ford Transit. Noch ohne Nummernschild, weil selbst der TÜV noch gar nicht wusste, wie er denn den batterieelektrischen Transit prüfen sollte. 7,5 Millionen Euro flossen in einen Feldversuch mit der Kölner Stadtverwaltung, dann passierte zumindest nach außen hin nicht mehr viel. Ein Dutzend Jahre später sind E-Transporter überall präsent – und Ford mischt nun mit seinem E-Transit mit.

Den gibt es als Kastenwagen mit Einzel- oder Doppelkabine, bei der Einzelkabine können die Käufer ihren Stromer in drei Längen und drei Höhen ordern, die preislich bei netto 55,845 Euro starten. Günstiger ist nur noch das Fahrgestell mit Einzelkabine (ab 53.145 Euro), die Doka startet ab 60.490 Euro netto. Gemeinsam ist allen Versionen die Batterie: Im Ford E-Transit arbeitet ein Akku mit 68 kWh, der laut WLTP für Reichweiten zwischen 238 und 317 Kilometern gut ist. Die konkrete Reichweite hängt dann jeweils von der Ausführung ab. Wählbar ist die Leistung des Elektromotors, den es entweder mit 184 PS oder mit 269 PS gibt.

Viele Helfer an Bord

Das Ambiente ist nutzfahrzeugtypisch plastikorientiert, was aber keine Abstriche am Komfort macht. Fahrer und Beifahrer sitzen bequem, auch die nach hinten durch die Rückwand bedingte Enge schlägt nicht zu Buche. Der erste Blick zeigt viele übliche Ablagen, einen USB- und einen USB-C-Anschluss. Der schnelle Check der Assistenzsysteme zeigt die üblichen Helferlein wie Tempomat, Spurhalter, Berganfahrassistent, aber auch eine Klimaautomatik, Sitzheizung und ein schlüsselloses Starten, was übrigens alles zur Serienausstattung gehört.

Schon bei der ersten Testfahrt mit einem Kastenwagen L2H2 mit 184 PS kommen die üblichen Vorteile von E-Antrieben durch: Power von der ersten Umdrehung an und natürlich leise. Der Wagen zieht ohne Mucken durch und zeigt sich gerade in der Innenstadt als ziemlich wendig. Zum Komfort trägt sicherlich auch bei, dass der E-Transit auch hinten eine Einzelradaufhängung und Schraubenfedern anstatt der im Nfz-Bereich üblichen Blattfedern hat. Das gilt auch für die zweite Version mit dem 269-PS-starken Aggregat als L3H2.

Erste Testfahrten unter Idealbedingungen

Ob die Reichweiten tatsächlich der Realität entsprechen, ließ sich auf den kurzen Testfahrten noch nicht verifizieren. Da wir überwiegend im Stadtgebiet unterwegs waren und der E-Transit auch fleißig rekuperierte, hatten wir am Ende der rund 20 Kilometer langen Teststrecke im Falle des L2H2 nur 13 Kilometer Reichweite bei einem Verbrauch von 26 kW je 100 Kilometer laut Anzeige eingebüßt. Allerdings fahren beide Modelle unbeladen und vom Wetter her gab es mit 20 Grad auch Idealbedingungen für ein E-Fahrzeug.

Weil die Batterien unterflur angebracht sind, geht im Kastenwagen im Vergleich zu den Verbrennern auch kein Ladevolumen verloren. Das sieht bei der Nutzlast anders aus, da die Batterien ihr Gewicht haben. Je nach Modell kann der elektrische Transit zwischen 795 Kilogramm und 1.685 Kilogramm transportieren – die Dieselversion schafft mehr.

Mit Ford Pro mehr Serviceangebote

Zusammen mit dem neuen E-Transit stellt sich Ford für die Kundschaft neu auf und schafft unter der Dachmarke "Ford Pro" ein Bündel an Service- und Vertriebsangeboten, die dem Kunden möglichst viel abnehmen sollen. Das Ziel: Der Kunde soll seine Fahrzeuge nutzen und sich nicht mit der Verwaltung und dem Management herumschlagen. Zum Angebotsbündel zählen Fahrzeug-, Lade-, Software- und Telematik-Dienstleistungen.

Eines der interessantesten Angebote dürften die noch in der Probephase befindlichen mobilen Werkstatt-Vans sein. Sie versetzen Händler in die Lage, Reparaturen vor Ort durchzuführen – das spart Kunden Zeit und kommt bislang ausnahmslos gut an. Zum Sommer hin soll der Feldversuch auf dann insgesamt 50 Fahrzeuge erweitert werden. Mit Ford Live lassen sich über Fahrzeug-Echtdaten Servicedienstleistungen und Reparaturen besser planen, fürs Laden und Telematikdienste gibt es weitere Angebote (dazu bald mehr). 

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Text: / handwerksblatt.de

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