Staatspreis Kunsthandwerk Rheinland-Pfalz

Der Staatspreis und Förderpreis für das Kunsthandwerk Rheinland-Pfalz sowie der Preis des Handwerks wurden in Trier im Museum Simeonstift an elf Preisträger verliehen.

Das Ergebnis des diesjährigen Wettbewerbs steht fest. Elf Preisträgerinnen und Preisträgern überzeugten mit ihren Arbeiten in einem zweistufigen anonymisierten Verfahren die fünfköpfige Jury. Innovative Techniken, brillanter Umgang mit Material, außergewöhnliche Gestaltung und perfekte handwerkliche Ausführung begründen den Wettbewerbserfolg.

Im Stadtmuseum Simeonstift Trier hat Staatssekretärin Daniela Schmitt am, 15. März 2019, die wichtigsten Auszeichnungen des Landes für den Bereich Kunsthandwerk verliehen. In Anwesenheit von Oberbürgermeister Wolfram Leibe übergab sie gemeinsam mit Rudi Müller, Präsident der Handwerkskammer Trier, die Preise für die drei Kategorien Staatspreis, Förderpreis und Preis des Handwerks. "Das Handwerk macht unseren Alltag in vielfacher Hinsicht leichter und besser. Hier und heute geht es zudem um Handwerk, welches das Leben verschönert und sogar beflügelt. Es braucht herausragende Kenntnisse und Fähigkeiten, um für den Staats- und Förderpreis für das Kunsthandwerk ausgewählt zu werden. Und unsere Wirtschaft braucht diese Innovation, die aus dem kreativen Arbeiten erwächst", sagte Wirtschaftsstaatssekretärin Daniela Schmitt.

Das Land Rheinland-Pfalz hat zum 20. Mal gemeinsam mit den Handwerkskammern des Landes den Staatspreis ausgelobt. In dem Wettbewerb werden alle drei Jahre zukunftsweisende Ideen und überdurchschnittliche Arbeiten prämiert. Für dieses Jahr sind 87 Bewerbungen aus den Bereichen Fotografie, Keramik, Stein, Holz, Metall, Textil, Leder, Schmuck, Gerät, Glas und Edelstein eingereicht worden. Die Ausstellung im Stadtmuseum Simeonstift in Trier, die am Ende der feierlichen Veranstaltung eröffnet wurde, präsentiert noch bis zum 21. April insgesamt 145 Exponate.

Die Preisträger:

Mit dem Staatspreis in Höhe von 5.000 Euro wurde die Korbmachermeisterin und Flechtwerkgestalterin Monika Nickel-Stein aus Kindenheim / Landkreis Bad Dürkheim für ihre aus Weide geflochtenen Objekte ausgezeichnet. 

Einen Staatspreis in Höhe von 5.000 Euro erhielt der Keramiker Ricus Sebes aus St. Goar / Rhein-Hunsrück-Kreis für seine Gefäße aus Porzellan. Er arbeitet als freischaffender Keramiker.

Einen Staatspreis in Höhe von 5.000 Euro nahm die staatlich geprüfte Bekleidungstechnikerin und Designerin Stefanie Wiebelhaus aus Deidesheim / Landkreis Bad Dürkheim für ihre Modekollektion "Wechselspiele" entgegen.

Einen Förderpreis in Höhe von 1.000 Euro erhielt Lisa Maria Durchholz aus Trier. Sie ist Maßschneiderin und Modedesignerin (B.A.), zurzeit absolviert sie das Masterstudium in Modedesign an der HS Trier. Ausgezeichnet wurde sie für diverse Bekleidungsstücke aus Kaschmir und Seide.

Einen Förderpreis in Höhe von 1.000 Euro erhielt Natascha Frechen, Goldschmiedin aus Windesheim, zurzeit Bachelorstudium of Fine Arts, HS Trier, Idar-Oberstein, für ihre Brosche aus Achat, Weißgold, Objekte aus Achat, Olivenholz, Palisander, Holz und Fundstück.

Ein Förderpreis in Höhe von 1.000 Euro wurde Andreas Kosok, Tischler aus Konz-Krettnach, für sein Hexagon Sideboard aus Corian und Räuchereiche überreicht.

Preis des Handwerks

Mit dem Preis des Handwerks Rheinland-Pfalz ist eine Geldzuwendung der Handwerkskammern Rheinland-Pfalz von insgesamt 5.000 Euro verbunden. Der Preis wird in diesem Jahr an fünf Handwerker/innen vergeben. 

Mit dem Preis des Handwerks in Höhe von 1.000 Euro wurde Philipp Gröninger ausgezeichnet, Gold- und Silberschmiedemeister aus Bendorf-Sayn, Landkreis Mayen-Koblenz. Er ist Mitglied der Handwerkskammer Koblenz und konnte sich bereits 2016 über diesen Preis freuen. Sein kunstvoll übereinander gestapeltes Silberobjekt besteht aus acht Einzelgefäßen.

Ein Preis des Handwerks in Höhe von 1.000 Euro wurde der Fotografenmeisterin Roswitha Kaster aus Riol / Landkreis Trier-Saarburg für sieben Porträtaufnahmen überreicht. Sie ist Inhaberin eines Fotostudios und Mitglied der Handwerkskammer Trier.

Einen Preis des Handwerks in Höhe von 1.000 Euro konnte Frank Schumacher, Edelsteinschleifermeister und Gemmologe aus Otterberg / Landkreis Kaiserslautern, für besondere Edelsteinschliffe in Bergkristall und Amethyst entgegennehmen. Das Mitglied der Handwerkskammer der Pfalz wurde bereits 2016 mit dem Preis des Handwerks ausgezeichnet.

Einen Preis des Handwerks in Höhe von 1.000 Euro erhielt die Tischlerei Sommer aus Breitscheid, Inhaber Tischlermeister Gregor Sommer, für »Schrank.Büro« Home Office aus Kernesche massiv mit Riegel. Das Mitglied der Handwerkskammer Koblenz wurde bereits 2001 und 2010 mit dem Staatspreis ausgezeichnet.

Mit dem Preis des Handwerks in Höhe von 1.000 Euro wurde Eduardo Tarin, Schmuckdesigner (M.F.A.) und Goldschmied aus Idar-Oberstein / Landkreis Birkenfeld, für seine innovative Bearbeitung von gelbem Jaspis, Achat und Labradorit ausgezeichnet. Edu Tarin arbeitet in der Firma PAULY – THE ART OF CARVING in Idar-Oberstein.

Einen Preis des Handwerks in Form einer Urkunde erhält der Handwerksbetrieb von Edelsteingraveurmeister Hans Ulrich Pauly, Arbeitgeber von Eduardo Tarin. In der Firma PAULY – THE ART OF CARVING in Idar-Oberstein werden Edelsteine bearbeitet, die weltweit gefragt sind. Nicht zuletzt für Kunstobjekte namhafter zeitgenössischer Künstler. Hans Ulrich Pauly ist Mitglied der HWK Koblenz.

Ein umfangreicher Katalog mit Farbabbildungen der Exponate dokumentiert die Qualität der ausgestellten Arbeiten. Eine Online-Version wird nach der Preisverleihung unter formdesign eingestellt. Die Ausstellung im Stadtmuseum Simeonstift in Trier wird präsentiert vom 16. März bis zum 21. April, Dienstag bis Sonntag 10-17 Uhr und an allen Feiertagen. Die Ausstellung wird vom 28. Mai bis 13. Juni im Haus des Handwerks, Holzhofstraße 4 in 55116 Mainz gezeigt. Montag bis Donnerstag 10-17 Uhr, Freitag 10-16 Uhr. Geschlossen an Samstag und Sonntag sowie an Feiertagen.Informationen erteilen das Stadtmuseum Simeonstift, Telefon 0651 718 1459, stadtmuseum@trier.de , www.museum-trier.deund die Beratungsstelle für Formgebung der Handwerkskammern Rheinland-Pfalz, Telefon 06131 9992-295/296, form@hwk.de, formdesign.

Text: / handwerksblatt.de

Kommentar schreiben

Das könnte Sie auch interessieren: