"In Maßschneiderateliers, Werkstätten von Keramikern, Schuhmachern, Gold- und Silberschmieden, in Fotostudios oder Ausstellungen von Steinmetzen geht das Infektionsrisiko gegen Null", sagt BHT-Präsident Franz Xaver Peteranderl.

"In Maßschneiderateliers, Werkstätten von Keramikern, Schuhmachern, Gold- und Silberschmieden, in Fotostudios oder Ausstellungen von Steinmetzen geht das Infektionsrisiko gegen Null", sagt BHT-Präsident Franz Xaver Peteranderl. (Foto: © Kira Yan/123RF.com)

Bayern: Handwerk fordert Öffnung aller Bereiche

Politik

Der Bayerische Handwerkstag fordert Öffnungen für das Handwerk auf breiter Front. Alle Bereiche, die noch von Corona-Schließungen betroffen sind, müssten ab dem 8. März 2021 wieder geöffnet werden.

Alle Betriebe des Handwerks, die wegen der Corona-Pandemie derzeit geschlossen sind, müssen am 8. März wieder öffnen dürfen, fordert der Bayerische Handwerkstag (BHT). "In Maßschneiderateliers, Werkstätten von Keramikern, Schuhmachern, Gold- und Silberschmieden, in Fotostudios oder Ausstellungen von Steinmetzen geht das Infektionsrisiko gegen Null", sagt BHT-Präsident Franz Xaver Peteranderl. "Um neue Aufträge zu generieren und mit Kunden Material aussuchen zu können, müssen Unternehmen aus Handwerk und Mittelstand auf breiter Front geöffnet werden.“

Paradigmenwechsel gefordert

Das bayerische Handwerk fordert einen Paradigmenwechsel nach dem Motto "Schnelltests statt Schließungen". Durch den großflächigen Einsatz von Corona-Schnelltests könnten Kunden nach Terminabsprache wieder im Betrieb bedient und gleichzeitig das Pandemiegeschehen kontrolliert werden. "Wichtig für ein wirtschaftliches Arbeiten ist, dass den Kunden wieder alle Produkte und Dienstleistungen angeboten werden können. Nur mit dem Werkstattgeschäft kann beispielsweise ein Kfz-Betrieb den Einbruch bei den Neuzulassungen nicht auffangen“, so Peteranderl.

Negativtrend durchbrechen

Für weitere Öffnungen sei es allerhöchste Zeit, denn die Stimmung im bayerischen Handwerk sei nach wie vor düster: Keiner der Handwerksverbände erwartet aktuell eine Verbesserung, dafür rechnen 56 Prozent sogar mit einer Verschlechterung der ohnehin schon angespannten Lage. Peteranders: "Wir brauchen dringend ein positives Signal der Politik, um diesen Negativtrend zu durchbrechen. Sonst können wir das erste Quartal endgültig abhaken."

Quelle: BHT

Text: / handwerksblatt.de

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