Die Kommunikation zwischen Wirtschaft und Verwaltung soll in Zukunft digital und papierlos funktionieren.

Die Kommunikation zwischen Wirtschaft und Verwaltung soll in Zukunft digital und papierlos funktionieren. (Foto: © olegdudko/123RF.com)

Digitale Verwaltung: BMWi veröffentlicht Kerndatenmodell "XUnternehmen"

Politik

Das Wirtschaftsministerium hat das Kerndatenmodell für das neue Standardisierungsverfahren „XUnternehmen“ veröffentlicht. Wirtschaftsbezogene Verwaltungsleistungen sollen damit künftig ohne Papiernachweise umzusetzen sein.

"XUnternehmen" heißt das neue Standardisierungsverfahren für die vollständig digitale Kommunikation zwischen Wirtschaft und Verwaltung. Dafür hat das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) nun das Kerndatenmodell veröffentlicht. Das Beschaffen von Papiernachweisen für wirtschaftsbezogene Verwaltungsleistungen soll mit einer digitalen, medienbruchfreien Kommunikation der Vergangenheit angehören.

LinksDas Kerndatenmodell und das Basismodul des XÖV-Standards sind in der Version 1.0 im XRepository veröffentlicht. Diese finden Sie unter dem Link:
xrepository.de/details/

Die direkten Links auf die beiden Spezifikationsdokumenten finden Sie hier:
- Kerndatenmodell
- Basismodul

Die Inhalte des Kerndatenmodells sind auch im Baukasten des Föderalen Informationsmanagements (FIM) integriert. Dieser kann unter fimportal.de/kataloge bezogen werden.
Quelle: xunternehmen.de
Das Kerndatenmodell definiert einen allgemeinen Datenstandard für Verfahren der Wirtschaftsverwaltung, etwa bei Förderanträgen oder Genehmigungsverfahren. Damit können Stammdaten wie die Rechtsform und die Art der Tätigkeit von Unternehmen standardisiert dargestellt werden. Auch unterschiedliche Rollen der Beteiligten – Gesellschafter, gesetzlicher Vertreter oder Antragsteller – können in Antragsverfahren automatisch berücksichtigt werden.

Nutzerfreundlichkeit ist das Ziel

Ziel ist die Entwicklung nutzerfreundlicher, wirtschaftsbezogener Onlinedienste und die Vernetzung mit Registern, die Unternehmensdaten enthalten. Die Wirtschaftsministerkonferenz hatte im Jahr 2020 den Aufbau und den Betrieb des Standards XUnternehmen beschlossen, um einheitliche Vorgaben für wirtschaftsbezogene Verwaltungsleistungen im Rahmen des Onlinezugangsgesetzes (OZG) zu schaffen. Das OZG verpflichtet sowohl Bund als auch Länder und Kommunen, ihre Verwaltungsleistungen bis Ende des nächsten Jahres auch digital anzubieten.

"Die Unternehmen müssen ihren gesetzlichen Genehmigungs- und Informationspflichten einfach und digital mit wenig Aufwand nachkommen können. Standardisierte Prozesse und Schnittstellen zwischen Onlinediensten der Verwaltung, Fachverfahren und Registern sind dafür eine unerlässliche Voraussetzung. Das einheitliche Standardisierungsverfahren XUnternehmen liefert dafür einen wichtigen Baustein", sagt Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU).

KerndatenmodellDas Kerndatenmodell definiert einen allgemeinen Datenstandard für Verfahren der Wirtschaftsverwaltung, insbesondere für die informationstechnische Darstellung der Stammdaten zu Unternehmen und ihren Rechtsträgern sowie der grundsätzlichen Rollen von Beteiligten in Antragsverfahren wirtschaftlich Tätiger. Das Kerndatenmodell stellt eine Grundlage für die Umsetzung einer Vielzahl von Verwaltungsleistungen dar. Es wird unter anderem auch im Baukasten des Föderalen Informationsmanagement (FIM) bereitgestellt. Das FIM liefert allen Verwaltungs­ebenen Informationen für Verwaltungs­leistungen, die aus Bundes­recht resultieren. Diese dienen als Grundlage für die öffentliche Darstellung auf Portalen, für die Umsetzung von E-Govern­ment-Anwendungen und für den Verwaltungs­vollzug
Quelle: xunternehmen.de/BMWi

Text: / handwerksblatt.de

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