Verbraucher müssen sich im neuen Jahr auf höhere Strompreise einrichten. (Foto: © filmfoto/123RF.com)

Steigende EEG-Umlage treibt Strompreis nach oben

Politik

Die Ökostromzulage steigt im kommenden Jahr um 5,5 Prozent. Das gaben jetzt die Betreiber der großen Stromnetze bekannt. Damit wird Strom in Zukunft wohl noch teuerer.

Die Übertragungsnetzbetreiber haben die Höhe der EEG-Umlage für das kommende Jahr benannt. Sie wird von aktuell 6,405 Cent pro Kilowattstunde (kWh) auf 6,756 Cent pro kWh steigen. Das entspricht einem Anstieg von 5,5 Prozent. Die Umlage war zuletzt zwei Mal in Folge gesunken.

"Über eine steigende EEG-Umlage kann sich ein Wirtschaftsminister nicht freuen. Trotz dieses Anstiegs ist es aber so, dass wir seit nunmehr sechs Jahren eine stabile Entwicklung haben", sagt Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU). "Die Reformen, die wir in den letzten Jahren umgesetzt haben, machen den Ausbau der erneuerbaren Energien deutlich günstiger Es sei aber auch so, dass wir einen Kostenrucksack aus den ersten Jahren mit uns herumtragen."

Bezahlbare Preise als Kernanliegen

Dass die Strompreise bezahlbar bleiben müssen, sei ein Kernanliegen des Ministers. "Deshalb haben wir im Zuge der jüngsten Beschlüsse zur Klimapolitik eine schrittweise Senkung der EEG-Umlage ab 2021 beschlossen. Damit entlasten wir die Strompreise sowohl für die Bürgerinnen und Bürger als auch für die kleinen und mittleren Unternehmen."

Die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz, Amprion, TenneT und TransnetBW sagen für das kommende Jahr eine Zunahme von Strom aus regenerativen Anlagen um etwa 8,6 Terawattstunden (TWh) voraus. Dies entspreche einer Fördersumme von 26,2 Milliarden Euro. Abzüglich der prognostizierten Börsenerlöse (um 1,4 Prozent erhöht) ergebe sich für 2020 eine Deckungslücke von etwa 24,2 Milliarden Euro.

Niedrigerer EEG-Kontostand führt zu Anstieg der Umlage

Dies entspreche einer Kernumlage für 2020 von etwa 6,8 Cent je kWh. In die finale Umlageberechnung fließen zusätzlich der Stand des EEG-Kontos sowie die sogenannte Liquiditätsreserve ein. Das EEG-Konto war Ende September 2019 mit 2,2 Milliarden Euro im Plus. Diese positive Deckung wurde berücksichtigt und senkt die EEG-Umlage. Da der Kontostand aber rund 40 Prozent niedriger war als Ende September 2018, führe dies allerdings auch zu einem Anstieg der EEG-Umlage für das Jahr 2020.

Text: / handwerksblatt.de

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