Die Zahl SUV bei den Dienstwagen ist im vergangenen Jahr 2020 gestiegen. Allerdings waren die Autos pandemiebedingt weniger Kilometer unterwegs.

Die Zahl SUV bei den Dienstwagen ist im vergangenen Jahr 2020 gestiegen. Allerdings waren die Autos pandemiebedingt weniger Kilometer unterwegs. (Foto: © Luca Bertolli/123RF.com)

Die Pandemie senkt Dienstwagennutzung

2020 stieg der Anteil von SUV, aber auch von E-Fahrzeugen in der Dienstwagenflotte, und die Fahrer nutzten vermehrt digitale Fahrtenbücher.

Nicht nur stieg 2020 der Anteil von SUV in der Dienstwagenflotte, sondern auch der von E-Fahrzeugen. Vor allem aber sank durch die Pandemie auch die Kilometerleistung von dienstlich genutzten Pkw. Daran hat sich nichts geändert: Geht es um die Benefits für die eigene Arbeit, steht bei Arbeitnehmern und Führungskräften noch immer der Dienstwagen ganz weit oben in der Beliebtheitsskala. Und als Chef und Betriebsinhaber gehört der eigene Dienstwagen ohnehin schon zum Standard. Klar ist, dass Firmeninhaber wie auch Angestellte den Dienstwagen versteuern müssen. Was sich günstiger auf die Steuer auswirkt, hängt von der tatsächlichen privaten Nutzung eines Betriebs-Pkw ab.

Eindeutiger sind da die Dienstwagentrends des abgelaufenen Jahres 2020. Wie schon in der allgemeinen Zulassungsstatistik steigen die Sports Utility Vehicles immer weiter an und lösen die beliebten Kombis als Dienstwagenklassen ab. Denn sie bieten genauso viel Platz, es sitzt sich besser und die Auswahl ist größer, weil sich immer mehr Hersteller von dieser Fahrzeugklasse abwenden oder deren Form in die Klasse der Crossover einfließen lassen. Daher stellt das Dienstwagenspezial in der Marktübersicht alle in Deutschland erhältlichen gängigen Modelle vor.

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Vollständige Liste als Download 

In der Zeitung nur platzbedingt, online gibt es die vollständige Liste als Download. Auch der zweite Trend fließt in die Tabelle nicht mit ein: die steigende Beliebtheit von Elektrofahrzeugen. Waren noch vor zwei Jahren gerade mal 0,6 Prozent aller Firmenfahrzeuge elektrisch, ist dieser Anteil mittlerweile auf 6,6 Prozent gestiegen und hat sich damit mehr als verzehnfacht. Das belegt eine Analyse zur Firmenwagennutzung 2020 des Berliner Mobilitätsspezialisten Vimcar. In der Marktübersicht fehlen die voll- oder teilelektrisierten Modelle, weil wir ihnen im Mai im Deutschen Handwerksblatt ein eigenes Spezial widmen.

Die Studie der Berliner zur Firmenfahrzeugnutzung zeigt auch, dass jeden Monat im Schnitt 113 Fahrten erledigt werden. Das Berliner Unternehmen Vimcar gehört zu den Anbietern von elektronischen Fahrtenbüchern: Die Fahrdaten werden über einen Stecker am OBD-Anschluss des Fahrzeugs automatisch ausgelesen und elektronisch sowie rechtssicher ins Fahrtenbuchformat übertragen. Weil Vimcar – selbstverständlich völlig anonymisiert – auf über 100.000 vernetzte Fahrzeuge zur Auswertung zurückgreifen kann, erlaubt die Studie auch einen repräsentativen Blick zur Firmenfahrzeugnutzung. Die 113 Fahrten bedeuten im Schnitt 52 Stunden für den Fahrer, die er am Steuer des Fahrzeugs verbringt. Ein Wert zeigt dabei, warum Elektrofahrzeuge in der Gunst gestiegen sind: 16 Prozent aller Firmenfahrzeuge legen nicht mehr als 195 Kilometer am Tag zurück. Das ist weit weniger als die reale Reichweite der meisten E-Fahrzeuge beträgt. Eine Veränderung hat die Pandemie tatsächlich gebracht: Die Firmenwagennutzung sank um 28 Prozent. Das kann Vimcar anhand der Daten für den Zeitraum vom November 2019 bis Februar 2020 im Vergleich zu November 2020 bis Februar 2021 belegen. Legten vor Corona die Fahrer im Schnitt 376 Kilometer zurück, waren es in Zeiten der Pandemie nur noch 297 Kilometer.

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Marktübersicht Hier geht es zur vollständigen Marktübersicht aller gängigen und in Deutschland erhältlichen Dienstwagen-Modelle.  

Text: / handwerksblatt.de

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