Die Förderung für Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung bis 25 Kilowatt soll gestrichen werden.

Die Förderung für Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung bis 25 Kilowatt soll gestrichen werden. (Foto: © anweber/123RF.com)

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Dachdecker gegen Einschränkungen für den Ausbau erneuerbarer Energien

Das Dachdeckerhandwerk kritisiert die von der Bundesregierung geplanten Einschränkungen für den Ausbau der erneuerbaren Energien. Die Politik dürfe die Energiewende nicht ausbremsen.

Der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) positioniert sich klar gegen die von der Bundesregierung geplanten Einschränkungen für den Ausbau der erneuerbaren Energien. Mit Blick auf die stark gestiegenen Öl- und Gaspreise und den dringend benötigten Ausbau der Netze betont der ZVDH: "Die geplanten Regulierungen gefährden nicht nur die Energiewende, sondern belasten auch Mieter und Eigentümer unnötig." Statt den Ausbau zu bremsen, müsse in innovative Technik investiert, Bürokratie abgebaut und Planungssicherheit vorangetrieben werden.

Mehr installierte Solaranlagen, besonders auf Mehrfamilienhäusern, seien eine Möglichkeit, um die Energiewende voranzutreiben und den notwendigen Photovoltaik-Ausbau von jährlich rund 20 Gigawatt Solarleistung zu erreichen. Hier bleibe viel Potenzial ungenutzt. Der ZVDH hebt deswegen die Vorteile eines Mieterstrommodells hervor, um die lokale Erzeugung und Nutzung von Solarstrom zu fördern. "Viele Vermieter würden ihren Mietern gern günstigen PV-Strom bieten, aber die bürokratischen und technischen Hürden sind für die Gebäudeeigentümer zu hoch und rechnen sich oft nicht", sagt ZVDH-Hauptgeschäftsführer Ulrich Marx.

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"Die Politik muss endlich die Weichen stellen"

Ulrich Marx Foto: © Photo-HerzmannUlrich Marx Foto: © Photo-Herzmann

"Hier wünschen wir uns einfache Mieterstromlösungen", sagt ZVDH-Hauptgeschäftsführer Ulrich Marx. Seine Vorschläge: "Einfache Abrechnung aus einer Hand, Entschlacken der steuerlichen Pflichten für Vermieter, Förderung intelligenter Zählertechnologien und wirtschaftliche Anreize für Einspeisevergütungen bei Vermietung schaffen." Mieterstrom senke Energiekosten für Mieter und erhöhe gleichzeitig die Netzstabilität, so der ZVDH. "Statt den Ausbau zu bremsen, sollten wir Anreize schaffen, damit mehr Vermieter und Eigentümer in PV-Anlagen investieren."

Auch die Beschleunigung des Netzausbaus und die Einführung von Smart-Metern seien wichtige Maßnahmen, die zügig angeschoben werden müssten. Ohne moderne Netze und intelligente Messsysteme könne die Energiewende nicht gestemmt werden. Marx: "Die Politik muss endlich die Weichen stellen, damit der Ausbau der erneuerbaren Energien nicht an veralteten Strukturen scheitert." Statt den Ausbau zu forcieren, würden Hürden aufgebaut, die die Energiewende gefährdeten. "Gerade in Zeiten hoher Öl- und Gaspreise müssen wir alle Möglichkeiten nutzen, um erneuerbare Energien auszubauen – und das beginnt auf unseren Dächern." 

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Text: / handwerksblatt.de

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