Fünf Unternehmen können sich über den Deutschen Arbeitsschutzpreis 2019 freuen. (Foto: © obs/Präventionskampagne kommmitmensch/Stefan Floss)

Hier ist der Arbeitsschutz ausgezeichnet

Fünf Unternehmen können sich über den Arbeitsschutzpreis freuen. Von ihrem Engagement können auch andere Betriebe profitieren.

Mit Preisgeldern in der Höhe von insgesamt 50.000 Euro ist der Deutsche Arbeitsschutzpreis eine attraktive Auszeichnung. Laut der Ausrichter – dem Bundesarbeitsministerium, der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) und dem der Länderausschuss für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik (LASI) – können die ausgezeichneten Unternehmen auch anderen zum Vorbild dienen.

In diesem Jahr können sich fünf Gewinner über den Preis freuen: eine Einzelperson, zwei Kleinunternehmen, einen Mittelstandsbetrieb und ein Großunternehmen. Vor allem der "Newcomer"-Preis dürfte dabei auch für andere Betriebe interessant sein, denn das Hamburger Start-up Recalm erhält die Auszeichnung für ein von ihm entwickeltes Akustikgerät, das den Lärm in Fahrzeugkabinen von Bau- und Landmaschinen mindert, und damit dazu beiträgt Stress und gesundheitliche Gefahren zu vermeiden. Das Gerät beruht auf dem Prinzip der aktiven Lärmminderung: Ein Anti-Schall-Signal wird ausgesendet, das störende Signale löscht. Gesteuert wird es über eine App. Per Knopfdruck kann so der Geräuschpegel in der Kabine um bis zu 75 Prozent gesenkt werden. Eine Wohltat für jeden Beschäftigten, der die Maschine bedient!

Erfindungsreichtum siegt

Zu den weiteren Preisträgern gehört die Bauunternehmung August Mainka aus dem niedersächsischen Lingen, die dank einer ausgeprägten, im ganzen Unternehmen gelebten Sicherheitskultur mit ihrer Unfallquote unter dem Branchendurchschnitt liegt. Auch der Mechatroniker Felix Röwekämper aus Ibbenbüren wird ausgezeichnet. Er hat zusammen mit der Werkzeugmaschinen-Firma Arnz Flott einen Bohrmaschinenschraubstock mit integriertem Aufspannmechanismus entwickelt. Diese Erfindung macht das Bohren von Werkstücken auf Ständerbohrmaschinen deutlich sicherer.

Die Sattlerei Bielkine in Hannover erhielt den Arbeitsschutzpreis für ihren vorbildlichen Einsatz dafür, einen erfahrenen Fahrzeugsattler weiter im Unternehmen beschäftigen zu können. Der Mann hatte eine Allergie gegen latexhaltige Stoffe entwickelt, und das in einem Betrieb in dem aufgrund der Verarbeitung von Leder und Stoffen jede Menge Latex sozusagen "in der Luft lag". Die Sattlerei hat in ihrer Halle einen luftdichten Isolationsraum ausgewiesen, in dem jetzt die latexhaltigen Arbeitsstoffe verarbeitet werden. Auf diese Weise bleibt der restliche Arbeitsbereich latexfrei, und der Mitarbeiter kann seiner Arbeit  ohne gesundheitliche Beinträchtigung weiter nachgehen.

 

Hintergrund: Die weiteren Preisträger sowie zusätzliche Informationen zum Arbeitsschutzpreis gibt es auf der Website der Auszeichnung.

Text: / handwerksblatt.de

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