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Baden-Württemberg schafft Anlaufstellen für Frauen im Handwerk

In allen Handwerkskammern in BW gibt es jetzt feste Ansprechpersonen für das Thema "Frauen im Handwerk", um diese zu informieren, zu beraten und zu vernetzen. Es ist das erste Bundesland mit einem flächendeckenden Beratungsangebot speziell für Frauen.

Seit Jahresbeginn haben alle acht Handwerkskammern in Baden-Württemberg feste Ansprechpartnerinnen für das Thema "Frauen im Handwerk". Damit schaffe das Handwerk erstmals landesweit eine flächendeckende Struktur, um Frauen gezielt zu informieren, zu beraten und zu vernetzen, meldet der baden-württembergische Handwerkstag (Handwerk BW). Auch in anderen Bundesländern bieten die Handwerkskammern Beratungsangebote speziell für Frauen im Handwerk, aber laut Handwerk BW nicht flächendeckend.

Die Ansprechpartnerinnen verstehen sich als zentrale Kontaktstellen für alle Fragen rund um "Frauen im Handwerk" – etwa für junge Frauen und ihre Eltern bei der Berufswahl, für Gesellinnen und Meisterinnen, für Unternehmerinnen oder für Betriebe, die Frauen gezielt fördern wollen. Je nach Anliegen werde an passende Beratungsangebote, Netzwerke oder Fachstellen innerhalb der Kammern weitervermittelt.

Koordiniert wird das Netzwerk über das vom Land Baden-Württemberg geförderte Projekt "Frauen im Handwerk" (FiH). Ziel ist es, mehr Frauen insbesondere für die gewerblich-technischen Gewerke zu begeistern und Betriebe, Handwerksorganisationen sowie Bildungseinrichtungen dabei zu unterstützen, Frauen als Fachkräfte zu gewinnen und zu halten.

Das Angebot sei ein starkes Signal – nach innen wie nach außen, sagt Rainer Reichhold, Präsident von Handwerk BW. "Es geht um Orientierung, Sichtbarkeit und konkrete Unterstützung. Kurz: darum, dass Frauen im Handwerk gute Bedingungen vorfinden und ihre Potenziale entfalten können."

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Laut Zahlen des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) wurde 2024 etwa ein Sechstel (15,9 Prozent) der erfolgreichen Meisterprüfungen von einer Frau absolviert. Der Frauenanteil an den Betriebsspitzen im Handwerk unterscheidet sich je nach Gewerbegruppe deutlich. Durchschnittlich wird im Handwerk jeder vierte Betrieb (24,9 Prozent) von einer Frau (mit) geführt. Das Entwicklungspotential von Frauen sei damit aber noch lange nicht ausgeschöpft, betont der ZDH, der sich gemeinsam mit den Handwerkskammern und Fachverbänden für mehr Frauen im Handwerk und eine klischeefreie Berufsorientierung engagiert.

Infos und TermineTermine und Maßnahmen zum Thema auf der Website www.handwerk-bw.de/frauen-im-handwerk sowie über die zentrale E-Mail-Adresse frauen@handwerk-bw.de. Die Ansprechpartnerinnen bei den acht Kammern findet man hier.

Quelle: Handwerk BW; ZDH

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Text: / handwerksblatt.de

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