Philipp Linstedt, Gründer der Handwerker-App Craftboxx, steht mit einem orangefarbenen Bauhelm in der rechten Hand vor einem Bürogebäude. Die linke Hand steckt in der Hosentasche seiner dunkelblauen Jeans. Er sieht den Betrachter des Fotos lachend an.

Mit seiner Handwerker-App Craftboxx will Philipp Linstedt Service- und Montage-Unternehmen aus Handwerk und Industrie den Arbeitsalltag erleichtern. (Foto: © Craftboxx)

Craftboxx: Planung, Organisation & Abnahme von Aufträgen erleichtern

Betriebsführung

Philipp Linstedt und sein Team haben die Handwerker-App Craftboxx absichtlich sehr schlank gehalten. Service- und Montage-Unternehmen aus Handwerk und Industrie können mit dem Programm ihre Aufträge planen und dokumentieren.

"Wir wollen dem Handwerker eine einfachere Dokumentation ermöglichen, womit die unberechtigten Reklamationen sinken", fasst Philipp Linstedt mit wenigen Worten zusammen, was die Handwerker-App Craftboxx leisten soll. Das Start-up hat er nach dem Betriebswirtschaftsstudium auf die Beine gestellt. Co-Gründer ist Martin Meesenburg, Geschäftsführer der M. Meesenburg KG in Flensburg. Zu dessen Geschäftsfeldern gehören Großhandelsfachmärkte, in denen sich Bauhandwerker mit Material eindecken. "Seine Kunden haben die Idee für unsere App quasi an ihn herangetragen."

Craftboxx: "Plan-it" und "Do-it"

Mit Plan-it werden die Arbeitsabläufe im Büro organisiert. Über Do-it erhalten die Monteure den jeweiligen Arbeitsauftrag auf ihr Smartphone. Foto: © CraftboxxMit Plan-it werden die Arbeitsabläufe im Büro organisiert. Über Do-it erhalten die Monteure den jeweiligen Arbeitsauftrag auf ihr Smartphone. Foto: © Craftboxx

Craftboxx ist in zwei Anwendungen unterteilt: "Plan-it" und "Do-it". "Plan-it" ist das Werkzeug für die Arbeitsabläufe im Büro. Die Handwerker-Software ermöglicht die Organisation der Aufträge, Zeiterfassung und Personalplanung. Am PC, Laptop oder Tablet können Mitarbeiter für Aufträge eingeteilt, deren Arbeits- und Urlaubszeiten hinterlegt sowie Kundentermine verwaltet werden. "Mit Plan-it hat man die komplette Firma im Blick", erklärt Philipp Linstedt.

Über "Do-it" erhalten die Mitarbeiter ihre Arbeitsaufträge. "Die vom Büro angelegten Termine im Kalender der App werden zu mobilen Arbeitszetteln auf dem Smartphone der Monteure", verdeutlicht der Geschäftsführer von Craftboxx. Innerhalb der App werden die Adresse der Kunden, detaillierte Informationen zum Auftrag, zusätzlich verbrauchtes Material, die Arbeitszeit, Fotos auf der Baustelle und die Abnahme der Arbeiten durch den Kunden abgelegt. 

Daten in der Cloud gespeichert

"Die Planer im Büro sind immer auf dem neuesten Stand, weil die Daten ständig synchronisiert werden. Wenn der Monteur alles in der App dokumentiert hat, kann er den Auftrag abhaken", führt Philipp Linstedt als Vorteile an. Darüber hinaus sei die in der Cloud gespeicherte Software funktional absichtlich sehr schlank gehalten worden. "Damit passieren beim Bedienen des Handy auch weniger Fehler."

Nutzer von Craftboxx

Über die Craftboxx-App können Monteure die Abnahme eines Auftrags unterschreiben lassen. Foto: © CraftboxxÜber die Craftboxx-App können Monteure die Abnahme eines Auftrags unterschreiben lassen. Foto: © Craftboxx

Mit seiner App spricht Craftboxx vor allem Service-Betriebe aus dem Handwerk und aus der Industrie an. "Zurzeit stammen die meisten unserer Kunden aus dem Handwerk, aber der Anteil der Industrie wächst", beobachtet Philipp Linstedt.

Aus dem Handwerk seien die klassischen Gewerke des Ausbaugewerbes wie Tischler, Elektroniker und Sanitärinstallateure vertreten. Im Durchschnitt beschäftigen die Craftboxx-Kunden rund zehn Mitarbeiter. Die Software wird damit überwiegend von kleinen Handwerksbetrieben genutzt. Über die genaue Zahl der aktiven Nutzer der App möchte der Gründer des Start-ups nicht sprechen. "Es sind deutlich über 1.000."

Erreichbarkeit des Supports

"Unsere Software ist selbsterklärend. Jeder dürfte damit alleine zurecht kommen", formuliert Philipp Linstedt als Serviceversprechen. Bei Fragen oder Problemen könne man sich aber auch per Telefon, per E-Mail oder über die Chatfunktion auf der Homepage an den Support wenden.

Schnelle Unterstützung sagt der Craftboxx-Gründer von montags bis freitags zwischen 8 und 18 Uhr zu. Am Wochenende sei der Support ebenfalls erreichbar. "Samstags und sonntags dauert es mit der Antwort jedoch länger als zu unseren Kernarbeitszeiten."

Craftboxx kostenlos testen

Interessierte Betriebe können die Craftboxx-App 30 Tage lang kostenlos testen. Ein Test-Account lässt sich in kürzester Zeit auf der Website einrichten.

Die kostenpflichtige Nutzung ist in zwei Preismodelle unterteilt. "Standard" richtet sich an Kunden, die bis zu 30 Lizenzen brauchen. Sie zahlen 9,50 Euro (zuzüglich Mehrwertsteuer) pro Mitarbeiter und pro Monat. "Das sind umgerechnet etwa 40 verschwindend geringe Cent pro Tag."

Individuelle Preise ab 30 Lizenzen

Ab 30 Lizenzen werden die Preise auf Anfrage individuell festgelegt. Philipp Linstedt versichert, dass es keine versteckten Kosten gibt. Eine Einrichtungsgebühr werde nicht erhoben. Alle Funktionen der App, regelmäßige Updates der Software und die Nutzung des Supports seien im Preis inbegriffen.

Die Craftboxx-App ist im Google-Play-Store und im App Store von Apple verfügbar.  

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Fokus auf zwei Kernfelder

In der Craftboxx-App können Fotos zur Dokumentation hinterlegt werden. Foto: © CraftboxxIn der Craftboxx-App können Fotos zur Dokumentation hinterlegt werden. Foto: © Craftboxx

Neben Planung und Dokumentation soll es keine weiteren Funktionen geben. Craftboxx will sich auf diese beiden Kernfelder konzentrieren und die App kontinuierlich verbessern. "Im Handwerk wird es keine Programme geben, das alles perfekt abdecken, sondern viele lokale Champions, die miteinander kooperieren", meint Philipp Linstedt.

Schnittstellen von Craftboxx

In Sachen Buchhaltung arbeitet Craftboxx beispielsweise mit den Herstellern lexoffice und sevDesk zusammen. Schnittstellen gebe es jedoch auch zu Branchenlösungen wie profacto oder IN-FORM. "Bei speziellen Anforderungen ermöglichen wir auch die Verbindungen zu anderen Programmen."

Vorteile von Craftboxx

Stärkster Konkurrent von Craftboxx seien bislang Stift, Zettel und die Excel-Tabelle gewesen. Nun beobachtet Philipp Linstedt, dass das Interesse an Software-Lösungen im Handwerk allmählich wächst. Ein Treiber dieses Trends seien die Corona-Pandemie und die damit einhergehenden Einschränkungen gewesen. "Der Druck im Markt steigt. In den Gesprächen mit den Interessenten merken wir, dass ihre Fragen zur App spezifischer werden."

Service- und Montage-Unternehmen, denen eine vernünftige Planung und Dokumentation wichtig seien, kämen an Craftboxx nicht vorbei. "In der Praxis ist unsere App deutlich einfacher zu bedienen und sie funktioniert einfach besser", sagt Philipp Linstedt mit Blick auf die Produkte anderer Anbieter. 

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Text: / handwerksblatt.de