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HWK Trier | Juni 2026
"Zukunftstreffer" am 4. September im Messepark Trier
Die Handwerkskammer Trier ruft Handwerksbetriebe auf, sich jetzt noch für die nächste Berufsbildungsmesse als Aussteller anzumelden.
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Sicherheitsschuhe gehören in vielen Berufen zur Grundausstattung. Bezeichnungen wie S3, S3L, S1PS oder O2 zeigen auf, für welche Einsatzbereiche die Schuhe geeignet sind.
S3 auf der Baustelle, S2 in der Werkstatt oder reicht sogar S1? Wer die falsche Schutzklasse wählt, riskiert nicht nur Unfälle, sondern auch Probleme bei der Arbeitsschutzprüfung. Doch welcher Schuh eignet sich für welchen Arbeitsalltag? "Sicherheitsschuhe müssen heute mehr leisten als reine Schutzfunktion", erklärt Lisa Meissner, Jr. PR & Communication Manager bei Carhartt EMEA/PAC.
"Je nach Arbeitsumfeld spielen Faktoren wie Gewicht, Wetterbedingungen, Bewegungsabläufe oder Tragekomfort eine entscheidende Rolle. Deshalb ist es wichtig zu verstehen, welche Sicherheitsschuh-Klasse welche Anforderungen abdeckt." Die Klassen reichen von hochanspruchsvollen Einsätzen auf der Baustelle bis zum Einsatz bei einfachen Anforderungen.
Was Arbeitsschutzexperten empfehlen!Sicherheitsschuhe sollten nicht allein nach der Schutzklasse ausgewählt werden. Maßgeblich ist die Gefährdungsbeurteilung des jeweiligen Arbeitsplatzes. Neben Zehen- und Durchtrittschutz spielen auch Rutschhemmung, Tragekomfort, Passform und die konkreten Einsatzbedingungen eine wichtige Rolle. Nur wenn Beschäftigte ihre Schuhe dauerhaft und gerne tragen, können diese ihre Schutzwirkung vollständig entfalten.
S3-Sicherheitsschuhe zählen zu den bekanntesten Schuhklassen im professionellen Arbeitsumfeld. Sie sind für anspruchsvolle Außenbereiche konzipiert, in denen Nässe, Schmutz, unebener Untergrund und mechanische Belastungen zum Alltag gehören. Modelle dieser Kategorie verfügen über Zehenschutzkappen, Durchtrittschutz, antistatische Eigenschaften, Energieaufnahme im Fersenbereich sowie wasserabweisende Obermaterialien.
Die neuere Schuhklasse S3L basiert auf der aktuellen Norm EN ISO 20345:2022 und erweitert klassische S3-Eigenschaften um modernisierte Anforderungen beim Durchtrittschutz. Während klassische S3-Modelle mit einer perforationsresistenten Platte gegen größere Gegenstände geprüft werden, schützt S3L zusätzlich vor kleineren, spitzen Objekten und bietet dabei oft mehr Flexibilität und geringeres Gewicht.
Nicht jede Tätigkeit erfordert einen vollständig wasserfesten Sicherheitsstiefel. Für Innenbereiche, Lagerlogistik oder trockene Arbeitsumfelder kommt häufig die Klasse S1PS zum Einsatz. Diese Modelle bieten Zehenschutz, antistatische Eigenschaften, Energieaufnahme im Fersenbereich sowie einen besonders fein geprüften Durchtrittschutz gegen kleinere spitze Gegenstände – allerdings ohne wasserabweisende Ausstattung.
Neben klassischen Sicherheitsschuhen gibt es auch sogenannte Arbeitsschuhe ohne Zehenschutzkappe. Die Klasse O2 richtet sich an Tätigkeiten, bei denen Komfort, Grip und Wetterbeständigkeit im Vordergrund stehen, jedoch kein zertifizierter Zehenschutz vorgeschrieben ist. Typische Einsatzbereiche sind beispielsweise leichte Außentätigkeiten, Servicebereiche oder Arbeiten mit langen Laufwegen. Gerade bei Schuhen dieser Klasse verschwimmen die Grenzen zwischen "on the job" und "off the job" zunehmend. Viele Beschäftigte wünschen sich Modelle, die nicht nur während der Arbeit funktional sind, sondern sich auch im Alltag angenehm tragen lassen.
Mit der aktuellen Norm EN ISO 20345 wurden die neuen Schutzklassen S6 und S7 eingeführt. Sie ergänzen die bisherigen Klassen S1 bis S5 um höhere Anforderungen an die Wasserdichtigkeit. Während S6 auf den Eigenschaften von S2 basiert und zusätzlich dauerhaft wasserdicht sein muss, kombiniert S7 die Merkmale von S3 mit einem wasserdichten Schaft.
Die neuen Klassen eignen sich insbesondere für Beschäftigte, die regelmäßig im Freien oder in dauerhaft nassen Arbeitsumgebungen tätig sind – etwa auf Baustellen, im Tiefbau oder in der Landwirtschaft.
Neben der Schutzklasse geben Zusatzkennzeichnungen Auskunft über besondere Eigenschaften eines Sicherheitsschuhs. So steht etwa SR für eine erhöhte Rutschhemmung, ESD für den Schutz vor elektrostatischer Entladung und CI für eine Kälteisolierung der Schuhsohle.
Weitere Kennzeichnungen wie FO (Kraftstoffbeständigkeit der Laufsohle) oder HRO (hitzebeständige Laufsohle) können je nach Einsatzbereich ebenfalls wichtig sein. Bei der Auswahl sollten Betriebe daher nicht nur auf die Schutzklasse, sondern auch auf die für den jeweiligen Arbeitsplatz relevanten Zusatzanforderungen achten.
Welcher Schuh im Handwerk?Für viele Handwerksberufe ist heute die Klasse S3 oder S3L der Standard. Während S3 nach wie vor als robuster Allrounder für Baustellen gilt, gewinnen S3L-Modelle an Bedeutung. Sie bieten einen erweiterten Durchtrittschutz gegen kleinere spitze Gegenstände und sind häufig leichter sowie flexibler konstruiert. Das erhöht den Tragekomfort bei langen Arbeitstagen.
Carhartt bietet neben Arbeitskleidung auch Sicherheitsschuhe und Arbeitsstiefel für unterschiedliche Anforderungen an. Zum Sortiment gehören unter anderem der Carter Rugged Flex S3-Sicherheitsstiefel, der Belmont Rugged Flex S3L-Sicherheitsstiefel, der Michigan S1P Sicherheitsstiefel Airtex Rugged Flex sowie der Greenfield Rugged Flex O2 Chelsea-Arbeitsstiefel.
Neben Carhartt bieten zahlreiche Hersteller Sicherheitsschuhe für unterschiedliche Anforderungen im Handwerk an. Zu den bekanntesten Marken zählen Uvex, Atlas, Haix, Elten, Engelbert Strauss, Würth MODYF und Cofra. Die Auswahl reicht von besonders leichten Modellen für Lager und Montage bis hin zu robusten Sicherheitsstiefeln für Bau, Dachdecker- und Gerüstarbeiten.
Entscheidend für die Wahl sollte nicht die Marke, sondern die passende Schutzklasse und die Gefährdungsbeurteilung des Arbeitsplatzes sein. Für Handwerker wären insbesondere Atlas, Elten, Haix, Uvex und Engelbert Strauss die relevantesten Vergleichsmarken, da sie im deutschen Handwerk die größte Verbreitung haben.
Quelle: eigene Recherche / carhartt.com
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