VW und Eon wollen noch in diesem Jahr ein besonders schnelles Ladesäulensystem testen und auf den Markt bringen.

VW und Eon wollen noch in diesem Jahr ein besonders schnelles Ladesäulensystem testen und auf den Markt bringen. (Foto: © sopotniccy/123RF.com)

Ultraschnelles Laden bald überall?

Betriebsführung

Eon und VW haben den Prototypen einer besonders schnellen Ladestation vorgestellt. Zwei E-Autos können daran in 15 Minuten ihre Reichweite um etwa 200 Kilometer erhöhen.

Eon und VW haben sich zusammengetan, um eine Schnellladesäule zu entwickeln und jetzt den Prototyp vorgestellt: Das System kann den Unternehmen zufolge zwei Autos gleichzeitig mit bis zu 150 Kilowatt Leistung laden, damit soll die Ladesäule im Durchschnitt innerhalb von 15 Minuten für etwa 200 Kilometer mehr Reichweite sorgen.

Aufgrund eines integrierten Batteriesystems sollen die neuen Ladesäulen ohne Tiefbau oder Netzanschluss installiert werden können. Laut Eon und VW ist es damit möglich, schnell eine große Anzahl der Säulen aufzustellen. Stadtwerke, Kommunen, Tankställen und Raststätten seien an der Lösung interessiert, geeignet sei sie zudem vor allem für Parkplätze des Einzelhandels oder für Logistikunternehmen.

Förderung soll möglich sein

Die Ladesäulen werden den Unternehmen zufolge nach dem Plug-and-Play-System aufgestellt, angeschlossen und online konfiguriert. Der Akku der Säule wird dauerhaft von einem Stromanschluss von 16 bis 63 Ampere gespeist, damit die Kapazität ausreicht. Eon verspricht, die Schnellladesäulen ausschließlich mit grünem Strom zu betreiben. Updates, Fernwartung und Abrechnung der Säulen soll über die zentrale Software-Plattform des Stromkonzerns laufen.

Laut Hersteller erfüllen die Neuentwicklungen die Voraussetzungen, um gemäß EU und deutscher Richtlinien gefördert zu werden und entsprechen den Anforderungen des Eichrechts. Eon will die Schnellladesäule in der zweiten Jahreshälfte an sechs Autobahntankstellen testen. Geht es nach VW soll noch in diesem Jahr die Serienproduktion starten.

Quelle: VW

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Text: / handwerksblatt.de

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