Mehr als nur über den Tellerrand schauen: das Angebot der Sto-Stiftung in Rumänien

Mehr als nur über den Tellerrand schauen: das Angebot der Sto-Stiftung in Rumänien (Foto: © Sto-Stiftung)

Auf ins malerische Pfarrhaus!

Maler-Azubis können in Siebenbürgen historische Techniken erlernen und dabei Auslandserfahrungen machen.

Mit dem internationalen Denkmalcamp in Martinsdorf im rumänischen Siebenbürgen hat die gemeinnützige Sto-Stiftung in diesem Sommer ein besonderes Praxisprojekt auf dem Programm. Gesucht werden zwanzig angehende Maler und Lackierer im zweiten Ausbildungsjahr, die vom 13. bis 22. August bei der Sanierung einer Wehrkirche aus dem späten Mittelalter aktiv werden. Bewerbungen sind online und bis zum 15. Juli möglich.

Einmalig in Europa findet man in Siebenbürgen noch etwa 150 teilweise gut erhaltene historische Kirchenburgen und Wehrkirchen, die einst zur Verteidigung gegen Angriffe von Türken und Tataren erbaut wurden. Eine von ihnen steht in der Ortschaft Metis. Das Pfarrhaus mit seinen historischen Gebäuden wird bereits seit vielen Jahren von der Handwerkerschule Martinsdorf/Siebenbürgen e. V. instandgesetzt. In den vergangenen Jahren arbeiteten jährlich rund 60 Auszubildende verschiedener Gewerke aus Deutschland an der Sanierung des Objektes. In diesem Jahr beteiligt sich erstmalig auch die Sto-Stiftung daran. Die Ausschreibung richtet sich an alle angehenden Maler und Lackierer im zweiten Ausbildungsjahr in Deutschland, Österreich und Südtirol mit ausgeprägtem Interesse an Kirchenmalerei und Denkmalpflege. Die Azubis lernen historische Mal- und Restaurierungstechniken, die sie so nicht oder nur noch selten in ihrer schulischen Ausbildung kennenlernen. Dazu zählen zum Beispiel Graumalerei, Rekonstruktion von Decken- und Wandmalereien sowie Schablonierung und Linierung in Kalkmaltechnik.

Kosten werden von der Sto-Stiftung getragen

Begleitet und angeleitet werden die Auszubildenden während ihres Aufenthalts im Camp von erfahrenen Kirchenmalern und Restauratoren aus Deutschland.

Die Sto-Stiftung übernimmt sämtliche Kosten für Reise, Unterkunft, Verpflegung und das Kulturprogramm. Geplant sind Ausflüge zu historischen Bauten, Museumsbesuche sowie der Austausch mit den Menschen vor Ort.

Text: / handwerksblatt.de

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